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Lindbäck statt Parks: Neuer Tormannriese bei Vienna Capitals

Schon nach sechs Runden der ICE League tauschen die Vienna Capitals einen Legionär. Allerdings nicht freiwillig, sondern erzwungenermaßen: Auf Grund einer Rippenverletzung des US-Tormannriesen Tyler Parks sahen sich Sportchef Christian Dolezal und Trainer Gerry Fleming gezwungen, zu reagieren. Sie holten einen neuen Legionär für das Tor: Den 36 jährigen schwedischen Hünen Anders Lindbäck (Bild), der noch um einen Zentimeter größer ist als Parks. Lindbäck erhielt vorerst einen Vertrag bis zur Länderspielpause im November, in der Zeit kann Parks ohne Druck, in aller Ruhe die Verletzung auskurieren.

Lindbäck hat eine interessante Vergangenheit: Bei der WM 2010 gehörte er zum schwedischen Teams, das die Bronzemedaille holte, kam aber nur einmal zum Einsatz. In der National Hockey League kam er auf 135 Partien für Nashville, Tampa Bay, Dallas, Buffalo und Arizona, kam eine Fangquote von 90,4 Prozent. 2017/18 war er in der American Hockey League bei Milwaukee mit 31 gewonnenen Spielen der siegreichste Goalie der Liga, nahm auch am All-Star-Game der AHL teil,  2018/19 spielte er eine Saison in der Schweiz bei Davos, danach in der russischen Millionenliga KHL bei Torpedo Novgorod. Danach in Schweden bei seinem Stammklub Brynäs.

Lindbäck landete Samstagabend in Wien. Ob er Sonntag  beim ungeschlagenen Tabellenführer, den Grazer 99ers, gegen den die Capitals zu Saisonstart daheim 1:2 verloren, debütieren wird? Die logischere Variante wäre, dass nochmals der 22 jährige Sebastian Wraneschitz zum Einsatz kommt. Der Wiener spielte wegen der Parks-Verletzung bereits bei den Saisonniederlagen drei und vier der Capitals, beim 3:4 am Dienstag in Klagenfurt beim KAC und Freitag beim 1:4 gegen Fehervar, wodurch die Capitals auf eigenem Eis in drei Partien ohne Punkt blieben. Backup für Wraneschitz war ein 17 jähriger: Lennox Setzinger, der Sohn des ehemaligen Teamstürmers Oliver Setzinger, der von 2005 bis 2007 bei den Capitals und von 2016 bis 2021 bei den Grazern gespielt hatte.

Die Grazer 99ers sind mit ihren 17 neuen Spielern nach dem 4:2 in Klagenfurt die einzige Mannschaft in der Liga ohne Punktverlust, damit souveräner Tabellenführer. Laibach (0:3 in Innsbruck) und überraschend auch Bozen mit dem 2:8-Heimdebakel im Südtirol-Derby gegen Asiago bezogen Freitag die ersten Niederlagen.

 

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