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Marco Rossi im Play-off: Nicht nur deshalb ist er für WM ein Fragezeichen

Marco Rossi steht mit Minnesota Wild nach dem 3:2 gegen Anaheim im Play-off der National Hockey League. Der Beitrag des Vorarlberger Centers in seiner bisher besten Saison: 24 Tore und 36 Assists. 60 Scorerpunkte im Grunddurchgang schaffte außer ihm nur ein Österreicher in der NHL, Thomas Vanek. Ihm gelang das sogar sechsmal. Österreichs Team darf aber für die WM in Stockholm noch immer auf Rossi hoffen. Denn der Gegner Minnesotas in der ersten Play-off-Runde sind die Las Vegas Knights, der Stanley-Cup-Sieger von 2023. Minnesota verlor alle drei Saisonduelle gegen Las Vegas, kam seit zehn Jahren nie über die erste Play-off-Runde hinaus. Österreichs erstes Spiel bei der WM in der Globe Arena von Stockholm ist am 9. Mai gegen Finnland. Das müßte sich ausgehen, wenn Minnesota ausscheidet. Außer Rossi sagt ab, weil bis dahin die Vertragsverlängerung noch nicht über die Bühne ging. Nach derzeitigem Stand ist mit Österreichs zweitem NHL-Legionär, Marco Kasper bei der WM, zu rechnen. Detroit verhalf auch der 6:4-Sieg über Dallas nicht zu einem Play-off-Platz, für den 21 jährigen ist seine erste volle NHL-Saison damit beendet. Die er als eine mit „Höhen und Tiefen“ bezeichnete. Er kam auf 36 Scorerpunkte (19 Tore, 17 Assists), seit Jahresbeginn war Kasper der beste Rookie der Liga.

Österreichs Team bestreitet Donnerstag in Znaim und Samtag in Linz gegen Weltmeister Tschechien die Spiele fünf und sechs in der WM-Vorbereitung. Gegenüber den Niederlagen in Ungarn sind neun neue Spieler im Kader: Die Torhüter David Kickert (Salzburg), Benedikt Oschgan, der nächste Saison in Schweden von Växjö zu Zweitligst Västeras wechselt und Florian Vorauer (KAC), die Verteidiger Dominique Heinrich, Patrick Söllinger, der letzte Woche wegen einer Mandelenüdung passen musste, und Niklas Würschl (Black Wings Linz), die Stürmer Benjamin Baumgartner (Bern),  Lukas Haudum (Graz99ers) und Nico Feldner (Black Wings Linz). Der eingeplante Manuel Ganahl sagte Teamchef Roger Bader aus privaten Gründen ab.

In der Ice League gibt es weitere Transferaktivitäten. Vor allem bei den Vienna Capitals. Sportchef Christian Dolezal verpflichtete die amerikanischen Hults-Brüder, die in der Liga bereits bei Slovan Bratislava und HC Bozen spielten, zuletzt in der Slowakei bei Zvolen. Cole Hults  war bei Zvolen und Bozen der punktbeste Verteidiger, Bruder Mitch ist Stürmer. Vom KAC dürfte Stürmer Senna Peeters nach Wien kommen. Fixiert ist der Wechsel von Verteidiger Steve Strong, des gebürtigen Villachers, nach zehn Jahren KAC zurück nach Villach.

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