Dienstag kämpften sie noch in Wales gemeinsam erfolglos in Österreichs U 21 um die EM-Qualifikation, Samstagabend sind sie in Wien Gegner in der Bundesliga: Vasilje Markovic (Bild) bei der Wiener Austria, Luca Weinhandl und Jacob Hödl bei Sturm Graz. Hödl ist mit 19 der Älteste des Trios, Weinhandl mit 17 der Jüngste. Dazwischen liegt Markovic mit 18. Er und Weinhandl haben eine gemeinsame Erfolgsstory: Vizeweltmeister mit Österreichs U 17 in Katar unter Hermann Stadler. Markovic bestritt 20 Partien in der U 17, Weinhandl sieben weniger. In der U 21 kam Weinhandl auf zwei Einsätze, Markovic auf einen mehr. Er hat dem Steirer bereits eines voraus: das Debüt im österreichischen Nationalteam. 22 Minuten beim 3:1 gegen Kosovo im Happel-Stadion.
Es gibt bereits Stimmen, die eine Einberufung von Weinhandl zu den letzten zwei Nations-League-Partien gegen Irland und Israel im November fordern. Wegen auffälliger Leistungen bei Sturm und im U 21 beim 1:1 gegen Dänemark und beim 7:1 in Wales, bei dem ihm der erste Treffer gelang. In einer Rangliste der englischen Zeitung „Guardian“ wurde der Steirer danach als zweitbester Spieler des Jahrgangs 2009 in Europa geführt. Damit kletterte auch sein Marktwert auf die bisherige Rekordhöhe von 15 Millionen Euro. Englische Spitzenklubs sollen ihn am Radar haben. Darf sich Sturm also auf ein großes Geschäft freuen? Der Marktwert von Hödl liegt derzeit bei zehn Millionen. Auch nicht schlecht. Fakt ist: Sturm braucht aktuell beide dringendst, um nicht in der Liga zurückzufallen, in den Kampf um die Plätze fünf und sechs verwickelt zu werden. Da fällt Samstag schon eine Vorentscheidung.
Bei den Marktwerten ist Markovic derzeit das Schlusslicht des Youngster-Trios. Er soll neun Millionen weniger als Weinhandl wert sein, nämlich nur sechs Millionen. Das entspricht sicher nicht der Realität. Er hat sich bei Austria bis 2029 gebunden, Weinhandls Vertrag bei Sturm läuft bis 2028, ebenso der von Hödl. Markovic gegen Weinhandl, das ist ein Duell auf Augenhöhe. Samstag wird es sicher zu einigen Zweikämpfen zwischen beiden kommen. Es gibt ja Zweifel, dass Austrias Kader genug Potenzial hat, um unter die ersten sechs zu kommen. Samstag wird sich zeigen, ob dies der Fall ist oder nicht. Samstag soll es für einen, der mit Markovic und Weinhandl Vizeweltmeister wurde, ein Comeback geben: Johannes Moser, der Schützenkönig der WM. Salzburg wollte ihn zwar in die Mannschaft einbauen, aber Moser war bis vor kurzem ständig verletzt. Eine langwierige Schambeinentzündung und Aduktorenprobleme stoppten ihn. Seit zwei Wochen steht er wieder im Training, Samstag soll er erstmals wieder spielen. Nicht mit Salzburg in Graz gegen den GAK, sondern in der Zweitligafiliale Liefering gegen die zweite Mannschaft von Sturm Graz.
Foto: Yigit Oerme.
