Fußball

Marsch in Quarantäne! Wird Alaba nochmals vom Sheriff „erschossen“?

Covid 19 setzt den deutschen Klubs in der Champions League zu. Nicht nur Bayern München, sondern auch Wolfsburg (Dienstag in Sevilla ohne Tormann Koen Casteels, insgesamt schon 13 Corona-Fälle), Borussia Dortmund (Mittwoch in Lissabon gegen Sporting im Kampf um Platz zwei hinter Ajax Amsterdam ohne den positiv getesteten Thorgein Hazard) und RB Leipzig. Die Bullen müssen Mittwoch Abend in Brügge auf ihren Trainer mit Salzburger Vergangenheit, Jesse Marsch, und den Kapitän im Tor, den Ungarn Petar Gulasci verzichten. Beide konnten nicht mit nach Belgien fliegen, mussten in häusliche Isolation. Dabei sind bei Leipzig alle Betreuer und Spieler entweder durchgeimpft oder genesen. Leipzig braucht in Brügge einen Sieg, um Dritter zu werden, nächstes Jahr in der  Europa League weiter zu spielen.  Statt Marsch coacht sein Assistent Achim Beierlorzer mit Tipps des Amerikaners aus der häuslichen Quarantäne via Handy,  im Tor spielt der Spanier Josep Martinez.  Sicher fehlen wegen Verletzungen der dänische Stürmer Yussuf Poulsen und der Spanier Dani Olmo, hinter den Ex-Salzburgern Konrad Laimer (Adduktoren), Dominik Szoboszlai (Knöchel)und Amadou Haidara stehen Fragezechen.

In der Leipzig-Gruppe kämpfen Manchester City und Paris St.Germain um Platz eins, Englands Meister geht mit einem Punkt Vorsprung in das Duell. Es ist das Wiedersehen von Pep Guardiola mit seinem ehemaligen Schützling aus Barcelona-Zeiten, Lionel Messi, der in Paris mit links das Tor zum 2:0-Endstand erzielt hatte. Guardiola hat ohne Messi die Champions League nie gewonnen. Das ist aber der einzige Titel, der ihm bei Manchester City noch fehlt. Der Schlager wird bei Servus TV live zu sehen sein, der Servus-Experte, Ex-Rapid-Torjäger Jan Age Fjörtoft bezeichnete ihn mit Bezug auf die Besitzverhältnisse als ein Länderspiel zwischen Abu Dhabi und Katar.

David Alaba betritt heute Neuland in seiner langen Karriere. Er spielte zwar schon mit Österreichs Team in Moldaus Hauptstadt Chisinau, aber noch nie gegen Moldaus Meister Sheriff Tiraspol im 70 Kilometer entfernten Transistrien. Der erste Eindruck, den er hatte, als er die Fahne von Transnistrien sah: Als wäre die Sowjetunion nie untergegangen. Viel Rot, ein Stern, dazu Hammer und Sichel. Im 13.000 Zuschauer fassenden Stadionul Sheriff geht es für Real Madrid und seinen Abwehrchef  aus Wien darum, nicht zum zweiten Mal vom Sheriff „erschossen“ zu werden Wie es am 29. September im Benrabeu-Stadion passiert war. Da gewann der krasse Außenseiter durch ein Tor des Luxemburgers Sebastian Thill in letzter Minute 2:1. Eine schlimme Blamage und Pleite. Die einzige,die Alaba bisher bei Real erlebte, die einzige Niederlage in der  Königsklasse. Die höhnischen Kommentare in Spaniens Medien folgten prompt. Mittwoch geht´s um die Revanche. Ob sich Alaba nochmals gegen Tiraspol-Stürmer Adamu Traore aus Mali (Bild oben) schwer tun wird? „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Sheriffs ukrainischer Trainer Jurij Vernydub zu Recht. Sheriff liegt nur einen Punkt hinter dem Zweiten Inter Mailand, wird aller Voraussicht nach 2022 in der  Europa League spielen.

Noch einmal zurück zu Corona: Das Virus erwischte auch einen Österreicher, der nichts mit der Champions League zu tun hat. Nämlich den ehemaligen Co-Trainer von Hartberg, Danijel Zenkovic, seit Samstag die Interimslösung bei Zweitligist Werder Bremen.

 

Foto: Real Madrid.

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