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Marsch mit Kanada im Achtelfinale! Nervosität bei Deutschland, Superprämie für Ancelotti

Kanada ist die erste Mannschaft im Achtelfinale der WM. Das Team von Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch  schlug in Los Angeles nach einem schwachen Spiel Südafrika 1:0 (0:0), trifft nun auf den Sieger aus Holland-Marokko. Marsch wird den kommenden Gegner vor Ort in Monterrey beobachten. Dies bedeutet zweifelsohne den bisher größten Erfolg des kanadischen Fußballs. Und das in der Ära des Amerikaners Marsch. Das ist auch der größte Erfolg seiner Karriere, in der er bei RB Leipzig Assistent von Ralf Rangnick war und mit Red Bull Salzburg zweimal das Double gewann. Das Siegestor fiel erst in der zweiten Minute der Verlängerung durch Kapitän Stephen Eustaquio, als Spieler des FC Los Angeles fast ein Lokalmatador. „Mitunter war es richtig wild. Jetzt sind wir kanadische Helden“, freute sich Marsch, der die Tränen nicht zurückhalten konnte.

Die nächsten zwei Achtelfinalisten werden Montagabend in Houston (bei Brasilien-Japan) und Boston (bei Deutschland-Paraguay) ermittelt. In Deutschland ist die Nervosität nach der Pleite gegen Ecuador und der zuvor nicht wirklich überzeugenden Leistung beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste größer geworden. Paraguay mauerte sich nach der 1:4-Pleite gegen die USA mit dem 1:0 gegen die Türkei, trotz Unterzahl in der zweiten Hälfte, und dem 0:0 gegen Australien in die k.o.-Phase. Teamchef Gustavo Alfaro: „Ich habe ein Team, das härter kämpft als alle anderen!“ Laut FIFA-Statistik hatte Paraguay bisher die meisten defensiven Störaktionen. Körperliche Robustheit gehört zu den Schwächen des deutschen Teams. Bundestrainer Julian Nagelsmann versetzte mit der Aussage „Körperlichkeit ist schwer zu trainieren, bis Montag werden wir uns nichts auftrainieren können“. Fußball-Deutschland in Alarmstimmung. Torjäger Deniz Undav wird wieder nur auf der Bank beginnen, es gibt auch Diskussionen um die Rolle von Kapitän Joshua Kimmich. Ob er nicht im Mittelfeld der Mannschaft mehr helfen könnte wie als Rechtsverteidiger, der gegen schnelle Flügel zu langsam ist.

Zuvor spricht alles für einen Sieg der Brasilianer gegen Japan. Auf einen schwachen Start beim 1:0 gegen Marokko folgten 3:0-Siege gegen Haiti und Schottland. mit einem Kurzcomeback von Neymar. Der Vertrag des im Mai 2025 engagierten Teamchefs Carlo Ancelotti wurde bereits bis 2030 verlängert. Sein Jahresgehalt wurde nochmals erhöht. Von zehn Millionen Euro brutto Grundgehalt auf zehn Millionen netto. Dazu kommt eine Prämie von sieben Millionen für Brasiliens ersten WM-Titel nach 24 Jahren.

Foto: Reuters.

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