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Mehr als genug Torchancen – aber Austrias Tief bliebt prolongiert

LINZ,AUSTRIA,17.AUG.25 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, Linzer ASK vs FK Austria Wien. Image shows Philipp Wiesinger (A.Wien). Photo:GEPA pictures/ Christian Moser - For editorial use only. Image is free of charge.

Der LASK kann nach dem ersten Saisonsieg im Krisengipfel etwas durchatmen – aber für die Wiener Austria wurde die Lage mit dem unglücklichen 1:2 (1:1) im Linzer Stadion vor 12.500 Zuschauern nach 1:0-Führung noch schwieriger. Das Tief bleibt prolongiert, auch wenn die Austria anders als eine Woche zuvor bei der Heimpleite gegen Wolfsberg keine „tote“ Mannschaft war. Sondern „mehr als genug“ Torchancen herausspielte. wie Trainer Stephan Helm zurecht feststellte. Man kann davon ausgehen, dass er auch in den nächsten zwei Heimspielen gegen Hartberg und Altach vor der Länderspielpause Austrias Trainer sein wird. „Es darf intern keiner an der Arbeit , die wir machen, zu zweifeln beginnen“, forderte Sportchef Manuel Ortlechner.

Mit einer Ausnahme änderte Helm nicht die Mannschaft, die Donnerstag gegen Banik Ostrau ausschied. Der Südkoreaner Taesok Lee ersetzte Hakim Guenouche als Linksverteidiger. LASK-Trainer Joao Sacramento konnte auf den verletzt gewesenen Max Entrup zurückgreifen, der im 4-3-2-1 hinter der Spitze Samuel Adeniran agierte. In Führung ging die Austria, weil der Rettungsversuch des Senegalesen Keba Cisse bei einem Pass von Dominik Fitz in Richtung Maurice Malone mit einem Eigentor endete. Durch einen Kopfball von Taesok Lee kam Austria dem 2:0 nahe, ehe Adeniran, der zwischen Reinhold Ranftl und Kang-hee Lee völlig freistand, ausglich.  Nach der Pause hätte die Austria in Führung liegen müssen, ehe aus einem umstrittenen Elfmeter durch Moses Usor der Siegestreffer des LASK fiel. Abubakr Berry, Fitz, Malone oder Johannes Eggestein scheiterten entweder am starken LASK-Tormann Lukas Jungwirth oder vergaben. Dann meldete sich VAR Walter Altmann nach einem Zweikampf zwischen Ranftl und Kaspar Jörgensen bei Referee Alexander Harkam, der nach dem On Field-Review Elfmeter gab. Strittig. Um so mehr, als wenige Minute davor Cisse im LASK-Strafraum Barry klar am Fuß traf. Was weder Harkam noch Altmann bemerkten. Als Tin Plavotic in der neunten Minute der Nachspielzeit ausglich, kam die Vorlage vom eingewechselten Youngster Dejan Radonjic  aus Abseitsposition. An der zweiten Niederlage in drei Runden war nicht der Trainer schuld. Die geht auf das Konto der Spieler und ihrer Qualität.

Natürlich werden sich bei Austria interne Kritiker zu Wort melden. Die Gedanken, dass die Austria vielleicht letzte Saison über ihren Möglichkeiten spielte, als sie bis zur letzten Runde Chancen auf den Meistertitel hatte, nicht gelten lassen. Einige fordern sogar Sportvorstand Jürgen Werner zum Rücktritt auf, weil er beim Amtsantritt im Jänner 2023 sich zwei Jahre Zeit gab, damit seine Ideen greifen. Das taten sie, wie Platz drei zeigte. Einige werfen Werner vor, dass die Austria in ihrer finanziell prekären Situation in zweieinhalb Jahren mit ihm keinen Titel gewann. Das ist lächerlich. Den letzten gewann die Austria 2013 unter Peter Stöger.

Foto: Gepa Admiral.

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