Noch mehr Drama als das 1:1 (1:0) zwischen Ried und dem LASK im oberösterreichischen Derby am Samstag wird das Wiener Derby am Sonntag nicht bieten können. Ried führte im strömenden Regen durch ein Volleytor des Südafrikaners Antonio van Wyk nach einer missglückten Kopfball-Abwehr von Samuel Adeniran im eigenen Strafraum bis zur 97. Minute 1:0, der LASK kam als die nach der Pause bessere Mannschaft durch Kapitän Sascha Horvath und des erstmals von Beginn an aufgebotenen Innenverteidiger Xavier Mbuyamba nur zu den Aluminiumtreffern elf und zwölf in dieser Saison, schienen vor der ersten Niederlage seit der Rückkehr von Trainer Didi Kühbauer zu stehen, ehe es nach einem Hands von Ante Bajic im Luftduell, auf das Referee Christian Petru-Ciochirca durch VAR Josef Spurny hingewiesen wurde, Elfmeter für die Linzer gab. Sasa Kalajdzic nahm sich den Ball, ließ einige verbale Attacken der Rieder über sich ergehen, gab ihn dann den Ball an Joker Moses Usor, (Bild), dem eingeteilten Elfmeterschützen weiter, der Riedes Tormann Andreas Leitner bezwang. Passierte erst nach sechs Minuten Wartezeit mit der letzten Aktion des Spiels. Rieds Trainer Maximilian Senft war trotz Enttäuschung stolz auf die Defensivleistung seiner Mannschaft und lobte Kalajdzic: „So wie er in Form ist, hat er in unserer Liga eigentlich nichts verloren!“ Aber gehört er in Österreichs WM-Kader.
“ Es wäre höchst ungerecht gewesen, wenn der Ausgleich nicht fällt. Bei einer Niederlage hätte ich die Welt nicht mehr verstanden“, meinte der „gezeichnete“ Kühbauer. Dem LASK reichte der Punkt, um bis zum Sonntag-Spiel von Red Bull Salzburg beim GAK die Tabellenführung zu übernehmen. Denn Meister Sturm Graz verlor auch das dritte Auswärtsspiel unter dem neuen Trainer Fabio Ingolitsch. Am Innsbrucker Tivoli bedeutete ein Tor von Innenverteidiger Jamie Lawrence mit der Ferse nach Eckball von Matthäus Taferner das 0:1 (0:0) gegen WSG Tirol. Ingolitsch versuchte es wie beim Cup-k.o. bei seinem Ex-Klub Altach mit einer Fünferabwehr, in der erstmals Winterzugang Albert Vallci aufschien. Das ging wieder schief. „Wir müssen anders auftreten, es machte wenig Spaß, zuzusehen“, gab Ingolitsch zu. Bedenklich auch die Muskelverletzungen bei Sturm: Vor der Pause schied Otar Kiteishvili aus, in der zweiten Hälfte Jusuf Gazibegovic.
Kein Tor und keinen Sieger gab es bei Hartberg – Altach, womit die Vorarlberger unter dem neuen Trainer Ogjnen Zaric weiter ungeschlagen sind. Was bedeuten die Samstag-Ergebnisse für das Wiener Derby? Austria kann mit einem Sieg Sturm überholen und auf Platz drei vorstoßen, Rapid braucht drei Punkte, um Hartberg zu überholen, nur einen, um vor Ried zu bleiben.
Foto: Gepa Admiral.
