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Mit Burgstaller in der Startelf verlor in dieser Saison Rapid nie!

Nach dem dritten Sieg im vierten Derby dieser Saison kann Rapid durchatmen, mehr nicht. Vor dem 1. Juni steht nicht fest, ob diese Saison mit einem blauen Auge beendet wird oder mit einem totalen Flop. An diesem Sonntag bestreitet Rapid aller Voraussicht nach das zweite Finalspiel gegen den LASK oder Hartberg um einen Platz in der Qualifikation vor dem Europacup. Das ist weit weniger, als auch Sportvorstand Markus Katzer vor vier Monaten beim Start in die Wintervorbereitung erwartete und auch prophezeite. Daher steht hinter den Kaderplanungen ein Fragezeichen. Ohne Chance auf einen europäischen Bewerb würde weniger Geld zur Verfügung stehen. Handlungsbedarf, den Kader zu verändern, besteht auf jeden Fall.

Gefeiert wurden die Torschützen, die es möglich machten, dass es nach vier sieglosen Runden wieder einmal drei Punkte gab: Guido Burgstaller (Bild) und Ercan Kara. Nach der schweren Kopfverletzung stand Burgstaller erstmals in diesem Jahr in der Startelf, erzielte sein erstes Tor seit der 13. Runde, dem 2:0 gegen Austria Klagenfurt am 10. Dezember letzten Jahres, zugleich das erste in einem Auswärtsspiel seit November 2023 beim 2:0 in Altach.  Bezeichnend, wie wichtig Burgstaller ist, dass Rapid kein Spiel in dieser Saison verlor, wenn der Kärntner zur Startelf gehörte. Da gab es acht Siege und vier Unentschieden. Dennoch wäre es zu billig, das verpatzte Frühjahr auf die monatelange Pause von Burgstaller zurückzuführen. So wie er nach dem Derby redete, dürfte er die Karriere nicht beenden, noch eine Saison anhängen. Ercan Kara erzielte sein erstes Tor in der Bundesliga seit 12. Dezember 2021, damals ebenfalls per Kopf als Joker und ebenfalls in einem Auswärtsspiel, beim 2:1 gegen Admira in der Südstadt.  Karas erstes Ausrufezeichen seit der Rückkehr aus der Türkei, ist ein Argument für ihn bei der Frage, ob er im Sommer endgültig von Samsunspor gekauft werden soll. Er würde sicher billiger sein als der acht Jahre jüngere Dion Beljo. Die Option, auf den Kroaten zu ziehen, würde Millionen kosten. Interessant wird sein, wenn Trainer Stefan Kulovits Sonntag gegen Sturm als Spitze aufbieten wird: Beljo, dessen Sperre vorbei ist, oder einen der beiden Derbytorschützen.

Ob die Vertragsverlängerung von Katzer im Laufe dieser Woche offiziell bekanntgegeben wird? Einige behaupten, dass die alternativlos ist, obwohl es keine sportliche Aufwärtstendenz gab. Ob das wirklich so ist?  Peter Stöger wäre ja nicht nur für den Trainerjob in Hütteldorf ein Kandidat, sondern auch für den des Sportvorstands, der dann einen Trainer engagieren müsste.

Foto: APA/Georg Hochmuth.

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