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Mit Hoffenheim in Leipzig: Ilzers Vergleich zwischen Hai und Meerjungfrau

Montag trainieren Christoph Baumgartner, Xaver Schlager, Nicolas Seiwald und Alexander Prass erstmals gemeinsam im Trainingslager von Österreichs Nationalteam in Marbella, Freitagabend sind sie noch Gegner, wenn acht Runden vor Schluss der Fünfte RB Leipzig den Dritten Hoffenheim im Kampf um einen Champions-League-Platz empfängt. Zwei sind an Bayern München und Borussia Dortmund so gut wie vergeben. Nur wenn Bayern die Champions League gewinnt, würde auch der Fünfte in die Königsklasse kommen. Derzeit wären Hoffenheim und der Vierte, VfB Stuttgart, der erst Sonntag in Augsburg spielt, in der Champions League, Leipzig nur in der Europa League. Klubchef Oliver Mintzlaff fordert die Qualifikation für die Königsklasse. Daher ist ein Heimsieg, sozusagen eine Pflichtnummer. Der Sechste Leverkusen hat fünf Punkte weniger als Hoffeenheim.

In Deutschland wird das Duell zwischen Leipzig und Hoffenheim wegen der Struktur der Retortenklubs „el plastico“ oder „unbeliebtico“ benannt. Leipzig würde mit einem Heimsieg Hoffenheim punktmäßig einholen. Hoffenheim hat nur gegen Bayern und Leverkusen eine schlechtere Bilanz als gegen Leipzig, gewann nur im April 2018 mit dem jetzigen deutschen Teamchef Julian Nagelsmann als Trainer bei den Bullen. Leipzig ist daheim seit sieben Partien gegen den Sensationsdritten unbesiegt. Hoffenheims Trainer, Sturm-Meistermacher Christian Ilzer, überraschte mit einem maritimen Vergleich: „In der Regel schwimmst du schneller, wenn ein Hai dir nachschwimmt, als wenn eine Meerjungfrau auf dich wartet!“ Dabei ging es dem 48-jährigen Steirer um den mentalen Unterschied zwischen der aktuellen Jagd nach den Europacupplätzen und dem Abstiegskampf der vergangenen Saison: „Du musst da weg, du kämpfst ums Überleben! Jetzt gehen wir eher wohin. Auf uns wartet etwas!“

Mit dem verletzten Kosoo-Teamspieler Leon Avdullahu muss Ilzer eine Stütze im Mittelfeld vorgeben: „Bei uns is es egal, ob daheim oder auswärts. Wir wissen, was wir tun müssen, um ein unangenehmer Gegner zu sein“, glaubte Ilzer. Das Hinspiel gewann Hoffenheim nach 0:1-Rückstand 3:1. Der Ex-Austrianer Fisnik Asllani war als Joker damals der Matchwinner.

Foto: DPA.

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