So wie Sonntag in Linz gab es Mittwoch auch in Graz im Spitzenduell zwischen Tabellenführer Sturm Graz und dem LASK ein 1:1 (1:1), wobei die Linzer zweimal die bessere Mannschaft waren. Rettete in Linz eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Walter Altmann den Grazern durch einen unberechtigten Elfmeter einen Punkt, so war es drei Tage später wieder ein Elfmeter, der Sturm an der Tabellenspitze hielt. Den Referee Arnes Talic nach Intervention von VAR Alan Kijas nach einem Zweikampf zwischen LASK-Mittelfeldspieler Ismaila Colubialy und Sturm-Joker Gizo Mamageishvili in der 78. Minute gab. Zu diesem Zeitpunkt spielte der LASK schon 49 Minuten mit einem Mann weniger und neun mit zwei. Schon in der 18. Minute zeigte Talic Innenverteidiger Joao Victor Tornich die zweite gelbe Karte, das war rot. Tornich hatte für einen Tritt gegen den Knöchel von Seedy Jatta schon Gelb, räumte dann noch Maurice Malone ab. Clever war das nicht.
Knapp vor der Pause hatte LASK bei einem Stangenschuss von Otar Kiteishvili Glück, ansonsten wurde Sturm nicht gefährlich. Zur zweiten Hälfte kam Sasa Kalajdzic nicht mehr, brachte Trainer Didi Kühbauer für den Stürmer Innenverteidiger Xavier Mbuyamba. In Unterzahl ging der LASK in Führung: Kapitän Sascha Horvath lief Kiteishvili davon, setzte Moses Usor ein, der aus 20 Metern mit links genau ins Eck traf. Der Jubel war groß (Bild). Eine Viertelstunde eine „dumme“ Attacke des bereits mit Gelb belasteten Samuel Adeniran gegen Otar Kitesihvili – wieder Gelb, damit die zweite rote Karte. Für Usor kam Verteidiger Georges Bello. Sturm hatte weiter keine Ideen, bis die Erlösung durch Coluibalys Elfmeterfoul kam. Der neunte Elfmeter in dieser Saison für Sturm, Kiteishvili verwandelt seinen siebenten: „Der Elfmeter war sicher mehr zu geben als der in Linz“, gab Kühbauer zu, der auch die gelben Karten nicht kritisierte, die mit seinen Spielern Donnerstag intern noch besprechen wird: „Es wäre mehr drinnen gewesen, mit elf gegen elf hätten wir gewonnen!“ Die große Siegeschance hatte Sturm trotz sechs Minuten Nachspielzeit nicht mehr. Aus Trainer Fabio Ingolitsch sprach nachher Enttäuschung: „So eine Chance bekommt man nicht oft, es hätte mehr werden müssen. Aber wir sind noch immer Tabellenführer!“
Mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf Red Bull Salzburg, dessen Trainer Daniel Beichler sich erstmals über zwei Siege hintereinander freuen konnte, weiter zwei auf den LASK. Sonntag empfängt Sturm die angeschlagene Austria, Salzburg muss nach Hütteldorf zu Rapid. Der ersatzgeschwächte LAK spielt in Hartberg. Eine Runde später muss Sturm nach Salzburg.
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