Fußball

Mitten in Rapid Siegesserie regt ein Fünf-Millionen-Minus wenig auf

Die grün-weißen Jubelzeiten gingen auch Dienstag im Achtelfinale des Uniqa-Cups gegen die Vienna weiter. Einen Tag später veröffentlichte Rapid seine Geschäftszahlen aus der Saison 2025/26. Zweieinhalb Wochen vor der ordentlichen Hauptversammlung in Hütteldorf. Das hat seit einem Jahrzehnt Tradition. Aber vielleicht lebte auch die Hoffnung, dass ein finanzieller Misserfolg wenig aufregt, wenn es, so wie derzeit, eine Siegesserie gibt. Im Geschäftsjahr zwischen dem 1. Juli 2025 bis 30. Juni 26 erzielte Rapid zwar Erlöse von 61.598.258 Millionen Euro, hatte erneut einen  Umsatz von mehr als 60 Millionen, das Eigenkapital reduzierte sich aber auf 15.803.137 Euro. Der Wirtschaftsgeschäftsführerin Daniela Bauer, seit September 2025 im Amt, darf man dafür nicht die geringsten Vorwürfe machen, dass es ein negatives Jahresergebnis von 5.823.476 Millionen gab. In Rapids Aussendung wird festgestellt, dass sich die höheren sportlichen Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren letztlich nicht in jenem sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg widerspiegeln, der der Planung zu Grunde lag. Speziell nach dem erfolgreichen Start mit der Tabellenführung im ersten Saisonviertel und der Qualifikation für die Conference League.

In Wahrheit bedeutet diese Erkenntnis eine Kritik an der Personalpolitik von Sportvorstand Markus Katzer, durch die das Minus entstand, obwohl die Verkäufe von Mamadou Sangare und Isaac Jansson an die 20 Millionen in die Kassen spülten. Gekauft wurden in der Saison 2025/26 der inzwischen an den türkischen Klub Kocaelispor verliehene Tobias Gulliksen, der dauerverletzt Martin Ndzie, Marco Tilio, Petter Nosa Dahl, Jannes Horn, Yusuf Demir, Claudy Mbuyi, Jean Marcelin, Jean Antiste. Auch wenn ablösefreie Spieler dabei waren,  Gehalt kosten sie trotzdem. Dazu kamen die auch nicht gerade billigen Vertragsverlängerungen mit Nenad Cvetkovic und Serge Philipp Raux Yao, entstanden dazu auch durch Trainerwechsel höhere Kosten.

Die finanzielle Negativbilanz zeichnete sich schon im Frühjahr ab. Das Präsidium reagierte. Holte deshalb Wolfgang Fiala von Ried als neuen technischen Direktor. Am 14. November wird er den Rapid-Mitgliedern seine Pläne bekannt geben. Apropos Mitglieder: Am 30. Juni waren es 25.616. Eine neue Rekordzahl.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

Meist gelesen

Nach oben