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Muss Rapid wieder nach Stockholm? Austrias Play-off-Gegner wäre „angenehmer“

Auch Cupsieger Wolfsberg, Rapid und die Wiener Austria kennen ihre möglichen Gegner in den Play offs zur Europa und Conference League. Falls Wolfsberg PAOK Saloniki ausschaltet, wofür vor dem Hinspiel am Donnerstag in Griechenland nach den letzten Leistungen der Kärntner eigentlich nur die Tatsache Hoffnung macht, dass in Griechenland die Meisterschaft erst am 23. August beginnt, wartet entweder Kroatiens Überraschungsmeister Rijeka oder der irische Klub Shelbourne. Rapids Jubel über den Startsieg gegen Blau Weiß Linz wurde durch das Los etwas gebremst: Gelingt es über Dundee United hinwegzukommen, folgt auf die Schotten vielleicht eine Erinnerung an das schwedische Trauma der letzten Saison. An das Viertelfinal-k.o. gegen Djurgardens nach einem 1:0-Auswärtssieg  durch die 1:4-Heimpleite nach der schnellen roten Karte für Mamadou Sangare. Denn Rapid könnte wie vor vier Monaten wieder nach Stockholm müssen. Diesmal wäre nicht Djurgardens der Gegner, sondern AIK Stockholm, wenn der Klub aus dem Stadtteil Solna Raba Eto Györ aus Ungarn ausschaltet. AIK ist derzeit besser als Djurgardens, wie die Tabelle zeigt: AIK hat als Fünfter sechs Punkte mehr als der Siebente Djurgardens.

Durchaus möglich, dass im Play-off ein neuer Mittefeldspieler den Rapid-Dress trägt: Der 22 jährige Martin Ndzie aus Kamerun war beim Sieg gegen Blau Weiß bereits im Allianz-Stadion, absolvierte Montag den Medizincheck. Da er beim israelischen Erstligisten Ashdod, von dem auch Nenad Cvetkovic 2023 zu Rapid kam, einen Vertrag bis 2027 hat, würde der „Sechser“ eine siebenstellige Summe kosten. Wenn man Rapids Kader betrachtet, drängt sich die Frage auf: Wozu braucht Rapid eigentlich noch einen Mittelfeldspieler, noch einen Legionär? Die bisherige Anzahl von 13 würde deshalb nicht größer werden, weil der Franzose Ismael Seydi an den portugiesischen Zweitligisten Uniao Torrense verliehen wurde. Der Millionenkauf von Ndzie wäre nur dann vertretbar, wenn Rapid Millionen für Sangare bekommt. Sein Transfer wird von Rapid-Seite bereits seit Jahresbeginn prophezeit, ohne dass er konkret wurde. Vom großen Interesse von Feyenoord ist nichts mehr zu hören. Bei Ndzie hat der führende israelische Manager Dudu Dahan wie bei einigen Transfers von Wolfsberg seine Hände im Spiel.

Die Austria könnte den angenehmeren Play-off-Gegner bekommen, wenn es gelingt, Banik Ostrau zu eliminieren. Sowohl der FC Lugano, letzte Saison Vierter in der Schweiz, derzeit nach drei Ruden punktelos Letzter, als auch der slowenische Klub Celje sind lösbare Aufgaben. Obwohl Celje momentan Tabellenführer ist, Sonntag in Laibach Meister Olimpija mit 5:0 deklassierte.

Foto: SK Rapid/Widner.

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