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Nach Spektakel kann Laimer auf der Couch erstmals Meister mit Bayern werden

Es fehlten eigentlich nur Sekunden, dass Konrad Laimer seinen ersten Meistertitel mit Bayern München an seiner ehemaligen Wirkungsstätte Leipzig hätte feiern können. Nach einem Spektakel führte Bayern ab der 83. Minute 3:2,  kassierte aber in der fünfte Minute der Verlängerung den Ausgleich zum 3:3 (0:2). Der gesperrte Harry Kane stand bereits im Innenraum, um mit den Mitspielern den ersten Titelgewinn seiner Erfolgskarriere feiern zu können. Doch es kam anders. Der Däne Yussuf Pousen traf mit einem Heber. Damit wurden die großen Feierlichkeiten vertagt. Vielleicht nur um einen Tag. Denn wenn Mister Leverkusen Sonntag in Freiburg nicht gewinnt, dann wurde Laimer daheim auf der Couch zum ersten Mal seit seiner Salzburg-Zeit Meister.

Laimer wurde diesmal als linker Verteidiger gebraucht, bis zur Pause lief wenig zusammen. Leipzig führte mit Nicolas Seiwald, aber ohne Christoph Baumgartner 2:0. Doch in der zweiten Hälfte drehten Tore von Eric Dier, der im Sommer zu AS Monaco, den Klub von Adi Hütter wechseln wird, Michael Olise und Leroy Sane das Spiel, ehe Leipzig nochmals zurückschlug. Die Enttäuschung bei Bayern hielt sich in Grenzen: „Es gab schon Unentschieden, die sich viel schlechter anfühlten“, meinte Christoph Freund, der Sportchef mit Salzburger Erfolgsvergangenheit. Er fühlt sich bereits als Meister. So ging es eigentlich allen. Selbst wenn Leverkusen Sonntag gewinnt, hätte Bayern vor den letzten zwei Runden sechs Punkte Vorsprung und dazu die deutlich bessere Tordifferenz. Eigentlich kann nichts mehr passieren. Bayern wird kommenden Samstag im letzten Heimspiel von Thomas Müller die Meisterschale bekommen. Da steht einige Feierlichkeiten und Ehrungen bevor.

Ein Spektakel bot auch Hoffenheim, die Mannschaft des von Medien angezählten Sturm-Meistermachers Christian Ilzer. Hoffenheim holte bei Borussia Mönchengladbach ein 0:2 und 2:3 auf, führte ab der 82. Minute durch ein Kopftor des eingewechselten Ex-Austrianers Haris Tabakovic 4:3. In der 91. Minute kassierte Hoffenheim den Ausgleich: „Wenn man auswärts vier Tore schiesst, sollte das reichen“, ärgerte sich Ilzer über das 4:4 (1:2).  Hoffenheim hat weiter fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationspatz, auf dem Heidenheim steht, ist theoretisch noch nicht gerettet. Ilzer meinte im Sky-Interveiw zu den Spekulationen um ihn gelassen: „Wenn es um den Trainer geht, lässt man die Spieler in Ruhe. Auch nicht schlecht!“ Sportchef Andreas Schicker betonte zum x-ten Mal, dass der von ihm geholte Ilzer weiter sein Mann sei, mit keinem anderen Trainer verhandelt wurde. Nächsten Freitag spielt Hoffenheim  in Wofsburg, da gibt´s ein österreichisches Trainertreffen. Ralph Hasenhüttls Zukunft ist nach dem 0:4 (0:1) bei Borussia Dortmund, der achten Niederlage hintereinander, ungewisser als die von Ilzer. Auch wenn Landsmann Patrick Wimmer betone, alle Spieler würden zum Trainer stehen.

Borussia Dortmund eroberte mit dem dritten Sieg hintereinander,  bei dem der Ex-Salzburger Karim Adeyemi das dritte und vierte Tor erzielte, vorerst den Champions League-Platz. Trainer Niko Kovac kann die Probleme von Hasenhüttl nachvollziehen, denn er war sein Vorgänger beim VW-Werksklub. Dortmund gelang der Erfolgslauf ohne den am Knie verletzten Marcel Sabitzer, was nicht günstig für seine Zukunft ist. Samstag wurde er in der 82. Minute eingewechselt. Freiburg mit Philipp Lienhart kann Sonntag schon mit einem Unentschieden gegen Leverkusen Dortmund wieder von Platz vier verdrängen und Bayern endgültig zum Meister machen. Werder Bremen ließ mit Marco Friedl, Romano Schmid und im Finish mit Marco Grüll bei Union Berlin (mit Leopold Querfeld und Christopher Trimme) nach schneller 2:0-Führung zwei Punkte liegen. Das 2:2 bedeutet einen Rückschlag im Rennen um einen Europacupplatz.

 

Foto: Bayern München.

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