Erstmals Standing Ovations von den eigenen Fans für den FC Salzburg in dieser Saison am Donnerstagabend. Denn es sah zum Auftakt der Europa Lague gegen den portugiesischen Tabellenführer FC Porto vor nur 9993 Zuschauern nach einer merkbaren Leistungssteigerung gegenüber den bisherigen sieben Runden in der Bundesliga schon alles nach einer Überraschung, nach einem durchaus verdienten 0:0 aus, ehe es in der dritten Minute der Nachspielzeit noch die brutale Niederlage gab. Irgendwie passte das genau zur kritischen Salzburger Situation. Linksverteidiger Aleksa Terzic, einer von vier Neuen in der Startelf und bis dahin durchaus gut, ließ Portos Joker William Gomes von rechts in die Mitte ziehen, foulte und attackierte ihn nicht. Der Schuss mit links ins lange Eck überraschte auch Tormann Alexander Schlager, der den Schuss zu spät sah. Das k.o. nach 92:42 Minuten. Nach dem Schlusspfiff gab es Diskussionen zwischen Schlager und Terzic. Trainer Thomas Letsch hoffte dennoch, dass dies bei aller Enttäuschung auch eine Initialzündung für eine bessere Zukunft war, den Glauben an die eigenen Möglichkeiten zurück brachte,
Salzburg hatte mit einem Durchschnittsalter von 23,9 Jahren die jüngste Mannschaft beim Europa League-Auftakt. zeigte sein anderes Gesicht. Aggressiver und zweikampfstärker als zuletzt. Zu Beginn war Glück dabei, dass Borja Sainz nach drei Minuten nur die Latte traf. Aber nach 12 Minuten hatte Petar Ratkov Salzburgs Führung am Fuss, scheiterte aber an Tormann Diogo Costa. Salzburg hatte zwar weniger Ballbesitz, gewann aber mehr Zweikämpfe, am Ende gab es 15:15-Schüsse, von den Salzburgern gingen mehr als auf das Tor. Ganz stark der 18 jährige Franzose Joane Gadou im Abwehrzentrum gegen Portos spanischen Stürmerstar Samu. Nach der Pause zählte ein Ratkov-Tor wegen Abseits nicht, wechselte Letsch nach 65 Minuten alle vier Offensivpositionen. Sota Kitano für Moussa Yeo, Maurits Kjaergaard für den in der ersten Hälfte auffälligen Kerim Alajbegovic, Karim Onisiwo für Ratkov und Yorbe Vertessen für Edmund Baidoo. Vertessen hatte nach Vorarbeit von Kitano den Matchball am Fuß, brachte den Ball zwar von Costa vorbei, aber nicht ins Tor (Bild). Statt 1:0 für Salzburg am Ende 0:1. Zuvor schied Kapitön Mads Bistrup mit Wadenkrämpfen aus. Schade drum.
Beide österreichischen Klubs, Salzburg und Sturm Graz, schossen kein Tor. Salzburg spielt nächsten Donnerstag bei Olympique Lyon. Die Franzosen gewannen in Utrecht durch ein Tor des Amerikaners Tanner Tessmann 1:0 (0:0). Eine Heimniederlage kassierte der nächste Sturm-Gegner. Die Glasgow Rangers, in der schottischen Liga ohne Sieg nur Vorletzter, verloren gegen Genk, die Mannschaft von Ex-Austria-Trainer Thorsten Fink, 0:1 (0:0). Bei den Belgiern fehlte Ex-LASK-Tormann Tobias Lawal wegen Knieproblemen, Ex-Rapidler Nikolas Sattllberger wurde in der 81. Minute eingewechselt.
Foto: RB Salzburg/Klaus Huber.
