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Nations League brisant: Gegen Kosovo mit Foda und Ibertsberger

Gleich mit sechs Mann, mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll, Teamchef Ralf Rangnick, Geschäftsführer Berhard Neuhold, Generalsekretär Thomas Hollerer, Sportchef Peter Schöttel und Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer war Österreichs Fußballbund Donnerstagabend in Brüssel bei der Auslosung der Nations League vertreten. Ein Bewerb, der zum Unterschied von Europameisterschaft und WM-Qualifikation kein erfolgreiches Kapitel in Rangnicks Ära war: Zunächst Abstieg aus der Liga A, danach den Wiederaufstieg nicht geschafft, in den Play-offs an Serbien gescheitert. Von September bis November folgt in der Liga B ein neuer Anlauf zum Aufstieg: Gegen Israel, Irland und Kosovo. Israel war der angenehmste Gegner aus Topf eins, was auf Irland (Topf drei) nicht zutrifft, aber Kosovo sicher das brisanteste aus Topf vier. Wegen des Teamchefs mit Österreich-Vergangenheit:  Franco Foda war der Vorgänger Rangnicks, brachte Österreich so wie sein Nachfolger ins Achtelfinale der Europameisterschaft, scheiterte aber danach in der WM-Qualifikation. Thomas Kristl ist so wie früher bei Österreich weiter sein Assistent, außerdem Robert Ibertsberger, ein österreichischer Ex-Teamspieler und Atdhe Nuhiu Co-Trainer bei Altach (Bild).

Mit Foda, Ibertsberger, Kristl und Nuhiu stieg der Kosovo erstmals in die Nations League B auf, kam bei der WM-Qualifikation in die Play-offs. Trifft dort am 26. März in Bratislava auf die Slowakei, bei einem Sieg auf den Gewinner aus Türkei-Rumänien. Im Kosovo herrschte Aufbruchstimmung um das Nationalteam, seit gegen Island der Aufstieg in der Nations League gelang, Schweden in der WM-Qualifikation zweimal bezwungen wurde. In 19 Spielen der Ära Foda gab es 12 Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. „Wir können, wenn alles klappt, mit den Großen mithalten. Das haben wir schon gezeigt“, meint der Salzburger Ibertsberger, der zugab: „Österreich ist für uns schon ein bisschen ein Wunschlos!“ Aber zunächst gilt alles Konzentration dem März-Spiel gegen die Slowakei.

Irgendwie ist beim Kosovo auch Christian Ilzer, ein Nachfolger von Foda als Meistermacher bei Sturm Graz, etwas beteiligt. Denn drei Spieler des Kosovo trainiert Ilzer beim Bundesliga-Überraschungsteam Hoffenheim: Innenverteidiger Albian Hajdari, Mittelfeldspieler Leon Avdullahu und Fisnik Asllani, den Torjäger mit Austria Wien-Vergangenheit. Abwehrchef Amir Rhamani ist Stammspieler bei Napoli, Elvis Rexbehaj spielt mit Michael Gregoritsch bei Augsburg, Mallorca-Stürmer Vedat Muriqi ist mit 15 Toren aus 22 Runden Zweiter der Schützenliste in der spanischen La Liga hinter Kylian Mbappe. „Das erste Ziel ist in d er Nations League B zu bleiben, aber natürlich wollen wir mehr“, gestand Ibertsberger. Der Vertrag von Foda und seinem Staff  läuft bis zum Ende der Qualifikation für die EM 2028, bei Österreich ist nicht geklärt, wer nach der Weltmeisterschaft Teamchef sein wird.

Foto: fffk.-kosova.

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