Hochstimmung bei Grün-Weiß nach Rapids 2:0 im Spitzenduell beim LASK, dem ersten Sieg im neuen Linzer Stadion. Für das Freitag-Heimspiel gegen Hartberg waren Montag bereits 16.000 Karten verkauft. Freitag wird bei Rapid auch Verhandlungstag sein: Sportchef Markus Katzer und sein Assistent Rene Gartler treffen zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen die Vertreter des SBE-Managements, Sertan Günes und Emre Öztürk. Die haben fünf Spieler des Tabellenführers unter Vertrag: Yusuf und Furkan Demir, Ercan Kara, Armin Gröller und Nicolas Bajlicz. Er und Furkan Demir haben längerfristige Verträge, die anderen laufen mit Ende dieser Saison aus. Darum geht es bei den Gesprächen.
Die Spieler wollen bei Rapid bleiben, daher sieht es nach einer Einigung in absehbarer Zeit aus. Bei Demir gibt es zwar noch eine beidseitige Option bis 2028, doch es geht um eine längerfristige Lösung. Ob mit oder ohne Ausstiegsklausel war bisher noch kein Thema. Die Vorstellungen von Demir und seinen Beratern: Die Leistungen weiter stabilisieren und steigern, damit es für ihn in drei, vier Jahren zahlungskräftige Interessenten aus einer Topliga gibt und er zum zweiten Mal Rapid Millionen bringt. Für die halbjährige Leihe an den FC Barcelona bekam Rapid damals 500.000 Euro, für den Verkauf an Galatasaray Istanbul 6,0 Millionen. Demirs „Ziel“ wäre eine zweistellige Millionenablöse.
Die Vertragsverlängerungen mit Yusuf Demir und dem torgefährlichen „Zielspieler“ Kara sind für Rapid alternativlos, ebenso die mit Kapitän Matthias Seidl. Er bildet derzeit mit Bajlicz ein überzeugendes Duo im zentralen Mittelfeld, das auch in Linz alles unter Kontrolle hatte. Seidl könnte nächsten Sommer ohne Ablöse wechseln. Das wäre nicht im Interesse von Rapid. Auf Katzer und Gartler warten in den nächsten Wochen viele Vertragsgespräche. Denn es geht nicht nur um Yusuf Demir, Kara und Seidl, sondern auch um die Außenverteidiger Bendegüz Bolla und Jannes Horn, das Offensivtalent Moulaye Haidara sowie die Torhüter Niklas Hedl und Paul Gartler. Insgesamt sieben Verträge laufen im Juni 2027 aus.
Foto: Yigit Oerme.
