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Noch zwei „Tests“ für David Alaba vor seinem 106. Länderspiel

Noch zwei Tests warten auf David Alaba bei Real Madrid, bevor Österreichs Teamkapitän Sonntag nach Wien fliegen und vier Tage später im Happel-Stadion gegen Serbien vermutlich sein 106. Länderspiel bestreiten wird: Mittwoch im Estadio Metropolitano das Derby zweier Fußballkulturen bei Atletico Madrid um Reals Aufstieg ins Viertelfinale der Champions League, kommenden Samstag in der La Liga auswärts gegen Villarreal. Das wird für den 32 jährigen vor allem eine mentale Herausforderung: Das ist die Mannschaft, gegen die er am 17. Dezember 2023 ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss erlitt und danach 13 Monate pausieren musste. Spielt Alaba so wie Sonntag im kleinen Madrid-Derby gegen Rayo Vallecano auch gegen Atletico wieder von Beginn an? Reals Trainer Carlo Ancelotti wich Dienstag der Frage aus: „Ich habe mehr als elf Spieler, die bereit sind, dieses Match zu bestreiten. Eine gute Einwechslung könnte zum entscheidenden Faktor werden!“ Es ist bekannt, dass Ancelotti Alabas Erfahrung, Klasse, Übersicht und Ruhe sehr schätzt. Der deutsche Innenverteidiger Antonio Rüdiger, der Sonntag wegen einer Grippe fehlte, trainierte seit Montag wieder mit.

Teamchef Ralf Rangnick wird das Madrider Champions-Duell als Experte für Canal+ im Wiener TV-Studio verfolgen, sein Assistent Stefan Oesen als Co-Kommentator live vor Ort sein. So wie es Rangnick bei Alabas Champions League-Comeback im Jänner gegen den FC Salzburg im Bernabeu-Stadion war. Real geht mit einem 2:1-Vorsprung ins Spiel, diese gute Ausgangsposition hat Borussia Dortmund in Lille nicht. Da muss nach dem 1:1 im ersten Spiel ein Sieg her. Die Stimmung ist bei Borussia  nach dem peinlichen 0:1 gegen Augsburg in der Bundesliga, bei dem Sabitzer ab der 75. Minute spielt und im Finish auf Torjäger Serhou Guirassy zustürmte und nur noch abwinkte, weil der Franzose einen guten Schuss von ihm aus Versehen blockte, sehr gereizt. Am Tag danach fragte Trainer Niko Kovac die Mannschaft nach einer 30 minütigen Strafpredigt: „Schäm ihr euch nicht?“ Disziplin-Fanatiker Kovac soll vor versammelter Mannschaft wegen Verstößen gegen den Strafen-Katalog mehrere Geldstrafen verhängt haben.  Er packte die Verlierer bei ihrer Ehre, um das drohende Aus in der Königsklasse zu verhindern. In der Bundesliga hat Dortmund als Zehnter sieben Punkte Rückstand auf einen Champions League-Platz.

Foto: Canal +.

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