PETERLINDEN.LIVE

Nur ein perfektes Spiel bringt Österreich ins Viertelfinale

Mit fünf Punkten Vorsprung auf Deutschland geht Österreichs Eishockeyteam Samstagabend in sein fünftes Spiel bei der Eishockey-WM in Zürich. Wenn das bei der Schussirene noch Bestand hat, steht das Team von Roger Bader zum zweiten Mal hintereinander im Viertelfinale. Wobei aufgrund der zahlreichen Ausfälle dies höher einzuschätzen ist als die Sensation in der letzten Saison. Das Nachbarsduell ist der Schlüssel: Gibt es wie in zwei WM-Vorbereitungsspielen erneut eine Niederlage, dann wird es beim Klassenerhalt, der schon ein großer Erfolg ist, bleiben, werden Titelverteidiger USA und Deutschland, der Veranstalter der WM 2027, Österreich noch überholen. In den letzten zwei Partien gegen Finnland am Sonntag und die USA am Dienstag wird für Österreich kein Punkt drinnen seim – so realistisch muss man sein.

Deutschland verlor bei der WM vor dem 6:2 (2:0, 2:0, 2:2) gegen Ungarn am Freitag  gegen Finnland, Lettland und die Schweiz in der regulären Spielzeit, gegen die USA 3:4 nach Penaltyschießen. Wobei der Ausgleich der Amerikaner zum 3:3 umstritten war, weil Deutschlands Keeper Philipp Grubauer schon den Fanghandschuh am Puck hatte, ehe ihn die Amerikaner noch über die Linie stocherten. Seattle-Keeper Grubauer ist einer der vier NHL-Legionäre. Die anderen sind Detroit-Verteidiger Moritz Seider, Edmonton-Stürmer Joshua Saranski und Lukas Reichel von Boston, der allerdings die meiste Zeit beim Farmteam in Providence spielte und nach dem Ausscheiden im Play-off der American Hockey League zur WM konnte. So wie der Vorarlberger Vinzenz Roher bei Österreich. Gegen die Schweiz wurden er, Dominic Zwerger und Tormann Atte Tolvanen geschont. Samstag sind sie dabei: „Wir brauchen ein perfektes Spiel, um zu gewinnen“, weiß Bader, „wir fokussieren uns voll darauf,  unsere Stärken umzusetzen!“

Neuigkeiten aus der ICE-League: Der EC Salzburg präsentierte Alan Letang als neuen Trainer und Nachfolger von Manny Viveiros, mit dem die letzte Saison ein Flop war. Für Letang ist es der erste Job als Head Coach in der obersten Spielklasse. Letzte Saison war er beim deutschen Zweitligisten Weiden. Als Kanada 2023 U-20-Weltmeister wurde, war er Assistant Coach. Die Vienna Capitals werden kommende Saison als einziger  Klub auf zwei österreichische Goalies setzen: Sebastian Wraneschitz verlängerte den Vertrag bis 2028, dazu kommt der 26 jährige Max Zimmermann, der als 18-Jähriger in der Kampfmannschaft der Capitals debütiert hatte. Seit 2021 war er bei Zell/See, wurde Meister in der Alps League, in Frankreich bei Gap und in Dänemark bei Frederikshavn.

Foto: IIHF.

Die mobile Version verlassen