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ÖFB-Campus: Haus der Öffnung statt Beamten-Tintenburg

Die offizielle Eröffnung des neuen ÖFB-Campus in der Seestadt Aspern wurde zwar auf das erste Quartal des kommenden Jahres verschoben, aber seit Montag arbeiten dort die etwa 100 Bedientesten der Geschäftsstelle des Fußballbundes. Die neue Heimat wurde bezogen. Mittwoch präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll dort ein neues Logo, das noch gewöhnungsbedürftig ist. Vor einem Jahr begannen die Gespräche zwischen dem Leiter der Marketingabteilung, Michael Schmid, und dem Werbefachmann Marcello Demner: „Mit dem neuen Logo setzen wir ein deutliches Zeichen für Zusammenarbeit, Aufbruch und Zukunft. Die Bildsprache spiegelt unsere Werte und Identität wider, verbindet Tradition mit Innovation“, behauptete Pröll. Der Leitgedanken heißt „A Team für alle“. Die neue optische Identität soll Zusammenhalt und die gesellschaftliche Kraft des Fußballs sichtbar machen. Beim „Finale“ der WM-Qualifikation gegen Bosnien am 18. November wird ein neu produziertes Film-Manifest öffentlich präsentiert. Auch ein neues Wappen ist bereits in Arbeit, soll aber erst nach der Weltmeisterschaft verwendet werden.

Zum ÖFB-Campus gehören außer den Büroräumlichkeiten fünf Fußballfelder (eines mit Kunstrasen), alle mit Rasenheizung. Ein Trainerkurs wurde bereits abgehalten, dazu ein Trainingslager des U 15-Teams. Nächstes Jahr wird auch die VAR-Zentrale der Bundesliga von Meidling nach Aspern übersiedeln, in einen großen Raum mit sechs Kojen. Im vierten und fünften Stock gibt es 48 Hotelzimmer für die Teams, die gerade am Campus trainieren. Wann das A-Team erstmals die Möglichkeit nützen wird, ist noch kein Thema.  Ob es je eines wird? Auch Vereine können sich in Aspern zwecks Vorbereitung einmieten. „Ein Haus der Öffnung und keine Beamten-Tintenburg“, versprach Pröll, sah einen Markstein am Weg in die Zukunft, erwartet Impulse für Professionalität, Zusammenhalt und Fortschritt. Sein Ziel: Den österreichischen Fußball als Ganzes zukunftsfähig aufzustellen.

Foto: ÖFB.

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