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Österreicher-Führungswechsel: Vom Rekordtorschützen Gregoritsch zu Lienhart

Die erste Tabellenführung in der Klubgeschichte des FC Augsburg und in der Karriere von Michael Gregoritsch hielt nur eine Runde. Durch das 2:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen ging sie wieder verloren. Für den Grazer gab es dennoch ein Erfolgserlebnis: Gregoritsch drehte mit einem Doppelpack zwischen der 50. und 55. Minute, zunächst mit links und dann per Kopf (Bild) das Spiel von 0:1 auf 2:1. Die Führung hielt bis zur 89. Minute, dann glich der Tscheche Patrick Schick aus. Österreichs Teamstürmer ist aber jetzt der neue Rekordtorschütze von Augsburg in der Bundesliga, überholte mit insgesamt 38 Treffern den Isländer Alfred Finnbogasson um einen. Beachtlich. Der neue österreichische Tabellenführer in der Bundesliga heißt Philipp Lienhart, der mit Freiburg daheim Borussia Mönchengladbach mit Kevin Stöger 5:0 (2:0) abfertigte. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, dass Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst nach 52 Minuten für ein hartes Einsteigen die zweite gelbe Karte bekam. Gegen zehn Gladbacher fielen noch drei Tore. Drei Siege wie Freiburg hat auch Borussia Dortmund am Konto. Beim 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen Aufsteiger Paderborn wurden Marcel Sabitzer und Carney Chukwuemeka nach 65 Minuten beim Stand von 1:0 eingewechselt, Sabitzer leistete den Assist zum 3:0.

Die ersten Siege der Saison feierten die österreichischen Trainer Adi Hütter und Christian Ilzer. Hütter gewann mit Eintracht Frankfurt das Hessen-Derby bei Mainz 05 mit Philipp Mwene und Stefan Posch 3:1 (2:0), der Mainzer Ehrentreffer fiel erst in vorletzter Minute. Bei 1:0 hielt Tormann Noah Atobulu einen Elfmeter: „Ein starkes Statement nach berechtigter Kritik“, glaubte Hütter. Ilzer konnte mit Hoffenheim daheim gegen Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart anders als in den ersten zwei Runden in Köln und gegen Dortmund nach einer Führung auch gewinnen. Der Tscheche Adam Hlozek traf beim 2:1 (1:0) zweimal. Patrick Wimmer kam nach Stuttgarts Ausgleich in der 55. Minute auf den Rasen, in der Nachspielzeit vergab Österreichs Teamstürmer den Sitzer zum 3:1. Ilzer sprach von einem 50:50-Spiel, das beide gewinnen hätten können: „Das tut uns gut!“ Sportchef Andreas Schicker gab zu, sehr erleichtert zu sein: „Drei Niederlagen hintereinander will keiner haben!“ Marco Friedl und Marco Grüll holten mit Werder Bremen beim 1.FC Köln mit 1:1 einen Punkt.

Sonntag schaut ganz Fußball-Deutschland ins Saarland: Kann Sensations-Aufsteiger Elversberg nach Siegen über Leverkusen und bei Mönchengladbach auch Bayern München ärgern?  Das  aktuell im Umbau befindliche Stadion hat nur 3941 Sitz- und 6070 Stehplätze. Erstmals in ihrer Karriere müssen sich die Bayern-Stars in einem Container umziehen. Elverbsergs 40-jähriger Trainer Vincent Wagner, der in Mönchengladbach die gelb-rote Karte sah, muss doch nicht auf der Tribüne amtieren: Das DFB-Sportgericht hob in zweiter Instanz Wagners Sperre auf, weil der Schiedsrichter seinen Fehler eingestand, seine Reaktion als unangemessen bezeichnete.

 

Foto: Kicker.

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