Beim Workshop der FIFA für die 48 WM-Teilnehmer in Atlanta, der 100 Tage vor der WM-Eröffnung begann, wurde am Dienstag das offizielle WM-Poster präsentiert. Ob in Atlanta wirklich alle Nationen dabei sind, ist auf Grund der Lage um den Iran, der laut Auslosung in Los Angeles und Seattle auf Neuseeland, Belgien und Ägypten treffen soll, die große Frage, die von der FIFA bisher nicht beantwortet wurde. Die Auslosung im Dezember wurde vom Iran boykottiert, weil die US-Behörden Irans Verbandspräsident Mehdi Tash die Einreise verweigerten. Damals hatte FIFA-Chef Gianni Infantino US-Präsident Donald Trump den Friedenspreis des Weltverbandes verliehen, was schon damals peinlich wirkte und aktuell noch viel peinlicher. Österreich ist in Atalanta durch Ralf Rangnicks Co-Trainer Stefan Oesen, die Teammanager Mario Margreiter und Lennart Coerdt sowie Kommunikationschefin Iris Stöckelmayer und den für Sicherheit zuständigen Heimo Kraus vertreten. Freitag treffen sie in Santa Barbara ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold und Rangnicks Co-Trainer Lars Kornetka. Dann sollen die letzten Details um das WM-Base Camp und die Trainingsplätze geklärt werden. Noch nicht fixiert ist der Gegner beim letzten WM-Test in Kalifornien eine Woche vor dem ersten Gruppenspiel gegen Jordanien –
Inzwischen läuft in den WM-Ländern USA und Kanada die Meisterschaft. Die ersten zwei Runden der Major Soccer League sind gespielt. Der Ex-Salzburger Hannes Wolf erwischte in seiner dritten US-Saison mit New York City FC einen guten Start. Keine Niederlage in zwei Auswärtsspielen, zunächst 1:1 gegen Los Angeles Galaxy mit Ex-Dortmund-Star Marco Reus, dann 2:1 in Philadelphia. Dabei erzielte der Grazer letzten Sonntag den Führungstreffer. Ob ein Rangnick-Assistent den USA-Trip nutzen wird, um den 26 jährigen Wolf einmal zu beobachten? New York City spielt kommenden Sonntag daheim gegen Orlando. Nach zwei Runden ohne Punkteverlust Tabellenführer ist die New Yorker Filiale von Red Bull mit Emil Forsberg, Schwedens Ex-Teamstar mit Leipziger Vergangenhit, und dem neuen Trainer, dem 38jährigen ehemaligen US-Teamspieler Michael Bradley, dessen Vater bei der WM 2010 Teamchef der Amerikaner war. Michael Bradley war auch Legionär in Europa, spielte bei Borussia Mönchengladbach, Aston Villa und Chievo Verona.
Foto: FIFA.
