Fußball

Ohne Fountas im Emirates: Kühbauers Sehnsucht nach dem anderen Ergebnis

Zwei Vereine haben in der Europa League noch eine weiße Weste, sprich alle vier Partien gewonnen: Das sind Hoffenheim mit seinem Österreicher-Trio (Christoph Baumgartner Florian Grillitsch, Stefan Posch) und Rapids Gegner Arsenal. Bei dem es aber in der Premier League überhaupt nicht klappt: Als 14. um bedenkliche 13 Plätze hinter Tabellenführer Tottenham, dem LASK-Gegner. Mit acht Punkten weniger. Nur zehn Tore in zehn Runden erzielt. In der Torschützenliste liegt als erster der „Gunners“ der Franzose Alexandre Lacazette mit nur drei Treffern nur auf Platz 21, Kapitän und Topstar Pierre Emerick Aubameyang kommt mit einem weniger auf Rang 33.  Der Sieg im FA-Cup war das einzige Highlight in den elf Monaten der Trainerära von Mikel Arteta. Vom neuen, offensiveren Stil, den der Baske Arsenal verpassen wollte, ist derzeit wenig zu merken.

Von der Mannschaft, die am Montag im Emirates gegen Wolverhampton 1:2 verlor, gehörten im Oktober beim 2:1-Sieg im Hütteldorfer Allianz-Stadion nur  der deutsche Tormann Bernd Leno, der Rapids Führung durch Taxiarchis Fountas ermöglicht hatte, die brasilianischen Innnenverteidiger David Luiz und Gabriel sowie Mittelfeldspieler Bukayo Saka zur Startformation. Eingewechselt wurden die Außenverteidiger Hector Bellerin und Kieran Tierney, Mittelfeldspieler Joe Willock sowie Aubameyang, der für das Siegestor sorgte. Mit wem muss Rapid Donnerstag Abend rechnen? Möglicherweise mit dem isländischen Tormann  Runar Runarsson, dem deutschen Innenverteidiger Shkodran Mustafi und den Torschützen beim 3:0 am Kunstrasen von Molde. Das sind Nicolas Pepe, Reiss Nelson und der erst 19 jährige Amerikaner Folain Balogun.

Mit einem 3-5-2 hielt Rapid Arsenal daheim ganz gut in Schach, warum sollte das nicht noch einmal gelingen? Vier schwache Minuten kosteten damals den Sieg, wobei der  Fehler von Tormann Richard Strebinger beim Ausgleich sicher mit ein Grund dafür war, dass Paul Gartler seine Chance im Tor bekam. Kühbauers Sehnsucht vor Rapids erstem Spiel im Emirates: Eine Leistung wie in Hütteldorf, aber am Ende ein anderes Ergebnis. Sprich ohne Niederlage London verlassen. Die erste Mannschaft zu sein, die in dieser Europa League gegen Arsenal punktet, das wäre etwas, was Kühbauer sehr gut gefallen würde. Die Partie herzuschenken, weil es auch bei einer Niederlage am 9. Dezember daheim ein Finale um Platz zwei gegen Molde geben wird, passt weder zu ihm noch zu Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic: „Wir werden uns sicher so teuer wie möglich verkaufen“, kündigte Kühbauer  an.

Ohne Fountas, den Torschützen vom ersten Duell. Das hat nichts mit dem Streit, den es Sonntag nach dem Derby zwischen dem Griechen und  Thorsten Schick gab, zu tun, sondern  mit Fieber. Könnte daher passieren, dass der Japaner Koya Kitagawa zum Zug kommt, da Kelvin Arase Probleme mit der Patellasehne hat. Auf jeden Fall wird drei Tage später in Hartberg eine andere Mannschaft beginnen als in London: Sonntag braucht Rapid den dritten Kapitän in dieser Saison. Weil Dejan Ljubicic gesperrt ist und sein Nachfolger Max Hofmann nach vier gelben Karten eine Zwangspause hat.

Das Endspiel um den Aufstieg das Rapid schon sicher hat, muss Wolfsberg in Moskau gegen CSKA erst erkämpfen. Ohne Cheikhou Dieng, dessen Corona-Test am Montag nicht so eindeutig war, das er zwei Tage später in Russland einreisen durfte. In Kärnten wurde Dieng schon vor dem Montag-Test aus der Quarantäne entlassen. Alle anderen sind dabei. Es wird eng: Wolfsberg liegt einen Punkt hinter Feyenoord und einen Punkt vor CSKA Moskau auf Platz drei. Feyenoord empfängt eine Woche vor dem Spiel in Klagenfurt Dinamo Zagreb. Der kroatische Meister hat bisher als einzige Mannschaft der  Europa League noch kein Tor kassiert.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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