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Paris zu gut und clever für Bayern: Laimers Triple-Traum geplatzt

In der Münchener Allianz-Arena gewann Paris St. Germain letztes Jahr zum erste Mal die Champions League. Dort fixierte Mittwochabend der Titelverteidiger mit einer Weltklasseleistung den zweiten Finaleinzug hintereinander, den dritten insgesamt, und zerstörte den Triple-Traum der Bayern mit Konrad Laimer. Paris ging bereits nach 2:25 Minuten mit dem ersten Abschluss des Spiels  durch Ousmane Dembélé in Führung, Bayern glich erst in der 94. Minute durch Harry Kane aus. Zuvor war der Engländer zu keinem Torschuss gekommen. Mit dem 1:1 (1:0) qualifizierte sich Paris St. Germain mit dem Gesamtscore  von 6:5 für das Endspiel am 30. Mai in Budapest gegen Arsenal.  Das war nach sechs Jahren eine gelungene Revanche an Bayern für die 0:1-Niederlage in Lissabon. Bayern bleibt somit nur noch ein Finale: im deutschen Pokal gegen VfB Stuttgart in Berlin.

Bayern begann wie erwartet diesmal mit Konrad Laimer als Rechtsverteidiger. In der dritten Minute konnte er einen Pass von Fabian Ruiz zu Khvicha Kavaratskhelia nicht verhindern Der Georgier lief Dayot Upamecano davon, bediente Dembele, der wuchtig unter die Latte traf (Bild). Ein früher Stimmungskiller Die  Bayern taten sich schwer, wurden nur durch Einzelaktionen gefährlich. Michael Olise war bei weitem nicht so gut in Form wie eine Woche davor Es fehlte an zündenden Ideen, um sich den Traum vom drittten Triple zu erfüllen. Erst nach 42 Minuten gab es den ersten Schuss, der auf das  Paris-Tor ging. So war der portugiesische Schiedsrichter Joao Pinheira der Buhmann.  Es gab zwar umstrittene Entscheidungen, aber er war nicht schuld am Scheitern der Bayern.  Der größte Aufreger war nach 36 Minuten, als Vitinha im eigenen Strafraum Mitspieler Joao Neves klar an der Hand traf. Pinheiro und der italienische VAR ließen weiterspielen. In der Regelauslegung steht nämlich: Wenn der Ball vom eigenen Spieler und nicht auf das Tor kommt, handelt es sich nicht um einen Elfmeter.

Laimer machte schon letzten November bei Österreichs WM-Qualifikation gegen Bosnien mit Pinheiro schlechte Erfahrungen. Da ließ er Laimeers Ausgleich nicht gelten, entschied auf ein Foul des Salzburgers, was eine Fehlentscheidung war.  Laimer bekam für Reklamieren überdies die gelbe Karte. Damals ärgerte sich auch Österreichs Teamchef Ralf Rangnick über den Portugiesen, Mittwoch sprach er als Canal+-Experte in München von einem verdienten Aufsteiger aus Paris: „Sie haben clever verteidigt, waren sehr variabel, viel besser kann man es nicht machen!“ Ihm imponierte am meisten der erst 20-jährige Warren Zaire-Emery als Ersatz für den verletzten Rechtsverteidiger Achraf Hakimi.

Foto: UEFA.

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