Fußball

Portugal nach Elfmeterdrama: Bei Ronaldo flossen nach seinem 36. Titel die Tränen

Zum zweiten Mal hintereinander wurde das Endspiel des Final Four der Nations League nach 120 Minuten im Elfmeterschießen entschieden. Vor zwei Jahren gewann Spanien in Rotterdam nach einem 0:0 gegen Kroatien 5:4, am Pfingstsonntag misslang Spanien in München die Titelverteidigung, gewann Portugal nach einem 2:2 (2:2, 2:2, 1:2) das Elfmeterschießen 5:3 .Damit ist Portugal der erste Zweifachsieger der Nations League nach 2019 (1:0 in Porto gegen Holland), Europameister Spanien verfehlte den dritten Titel in drei Jahren.

Beim 40 jährigen Ronaldo flossen nach seinem 36. Titel  die Tränen, als er am Rasen kniete.  Er war im Elfmeterschießen nicht mehr dabei, konnte auf der Bank bei Portugals Elfmetern nicht hinschauen. Dass Portugal ins Nachspiel kam, machte aber er möglich,weil der Kapitän nnch 61 Minuten nach einer Flanke des herausragenden Nuno Mendes, des Bewachers von Spaniens Jungstar Lamine Yamal mit seinem 138. Tore im 221. Länderspiel den Ausgleich zum 2:2 erzielte (Bild). Spanien führte zweimal. Das 1:0 von Martin Zubamendi (11.) egalisierte fünf Minuten später Nuno Mendes, Spanien gelang kurz vor der Pause durch Mittelstürmer Mikel Oyarzabal das 2:1, das nicht reichte. Auch weil Yamal im Endspiel keine Rolle spielt. Ronaldo wurde nach 88 Minuten ausgewechselt, der 17 jährige Yamal in der Pause der Nachspielzeit. Im Elfmeterdrama verwandelten die ersten sieben Schützen. Bei 4:3 für Portugal scheiterte jedoch der für Penaltyspezialist Oyarzabal in der Nachspielzeit eingewechselte 37 jährige Alvaro Morata an Portugals Keeper Diogo Costa, der seinem Ruf als Elfmeterkiller unterstrich. Saudiarabien-Legionär Ruben Neves verwandelte auch den fünften der Portugiesen. Das war die Entscheidung, Ronaldo hat wieder einen Titel.

Für Deutschland endete auch das Spiel um Platz drei mit einer Niederlage. Beim 0:2 (0:1) gegen Frankreich in Stuttgart war speziell vor der Pause die Leistung zwar besser als beim 1:2 gegen Portugal im Semifinale, aber da fehlte die Effizienz bei heraus gespielten Chancen. Bei einem Stangenschuss von Florian Wirtz war Pech dabei. Frankreichs Kapitän Kylian Mbappe traf kurz vor der Pause und gab im Finish den Assist zum zweiten Treffer durch Joker Michael Olise. Bei Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich regierte der Frust: „Wenn man sich die erste Hälfte anschaut und ehrlich ist: Die Franzosen hatten zu Anfang gar keinen Bock zu gewinnen – und gewinnen dann trotzdem!“

Italiens verpatzter Start in die WM-Qualifikation, das 0:3 gegen Norwegen in Oslo, führte zu einem Teamchefwechsel: Luciano Spalletti muss nach dem Spie gegen Moldawien am Pfingstmontag aufhören. Bei der Europameisterschaft im letzten Jahr waren die Italiener im Achtelfinale an der Schweiz mit 0:2 gescheitert. Nachfolger soll der 72 jährige Claudio Ranieri werden. Der größte Coup seiner Karriere: 2016 in England sensationell mit Leicester und Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs Meister. Danach war er bei Nantes, Fulham, zweimal bei AS Roma, bei Sampdoria, Watford und Cagliari.

Foto: UEFA.

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