Donnerstag jubelte Eintracht Frankfurt über den 5:1-Kantersieg in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul, drei Tage später sorgten zwei Österreicher in der Bundesliga für die erste Frankfurter Heimniederlage seit März: Die Ex-Rapidler Christopher Trimmel und Leopold Querfeld jubelten mit Union Berlin in Frankfurt über ein überraschendes 4:3 (2:1). Die „Eisernen“ feierten ihren zweiten Sieg hintereinander in Frankfurt, sie waren auch im März der Partycrasher. Damals erzielte Querfeld beim4:2 per Kopf sein erstes Tor in der Bundesliga, Sonntag war der Schotte Oliver Burke der Vater des Sieges. Ihm gelang zwischen der 32. und 56. Minute der Hattrick. Union führte bereits 4:1, im Finish wurde es nach einem von Querfeld verschuldeten Elfmeter noch hektisch. Querfelds Trainer Steffen Baumgart war über den Elfmeterpfiff so empört, dass er eine Papierkugel auf d en Rasen rollte, dafür bekam er die rote Karte. Für Union Berlin war es nach zwei Niederlagen der zweite Sieg in vier Runden. Ungeschlagen ist weiterhin Marcel Sabitzer nach dem gewonnenen Österreicher-Duell gegen Patrick Wimmer mit Borussia Dortmund. Das goldene Tor zum 1:0 (1:0) gegen Wolfsberg erzielte Ex-Salzburg-Legionär Karim Adeyemi nach einem Ballgewinn von Sabitzer. Als Zweiter bleibt er mit Dortmund an Laimer und Bayern dran. Bei den Verlierern debütierte die dänische Legende Christian Eriksen als Joker, der nach einer Stunde kam. Bereits zur zweiten Hälfte wurde die Salzburg-Leihgabe Adam Daghim eingewechselt. Das erste erzielte Tor in dieser Saison rettete Mönchengladbach ein 1:1 (0:0) in Leverkusen. Es fiel in der 92. Minute durch den eingewechselten Ex-Austrianer Haris Tabakovic per Kopf.
Ein Österreicher spielte im belgischen Schlager eine entscheidende Rolle: Raul Florucz kam bei Meister Union St. Gilloise in Genk ab der 62. Minute zum Einsatz, gab in der dritten Minute der Nachspielzeit den Pass um 2:1-Siegestor. Bei den Verlierern spielten Ex-LASK-Tormann Tobias Lawal und Ex-Rapidler Nikolas Sattlberger durch. Genk ist nach acht Runden mit nur zwei Siegen, aber vier Niederlagen nur Drittletzter, gastiert Donnerstag in der Europa League bei den Glasgow Rangers. Meister Union St. Gilloise ist ungeschlagener Tabellenführer – sechs Siege und zwei Unentschieden. Ungeschlagen ist auch David Affengruber, der ehemalige Innenverteidiger von Sturm Graz, nach fünf Runden in Spanien La Liga mit Aufsteiger Elche. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Oviedo liegt Elche auf Rang fünf.
Nach dem Tiefschlag in der Champions League, der 1:4-Abfuhr beim Club Brügge, gab es für Trainer Adi Hütter mit Monaco in der Ligue 1 nach 0:1-Rückstand einen 5:2 (2:1)-Heimsieg gegen Metz. Die entscheidenden drei Tore fielen zwischen der 83. und 93. Minute. Ex-Sturm-Torjäger Mika Biereth erzielte den Ausgleich zum 1:1, Barcelona-Leihgabe Ansu Fati das 2:1 und 3:2. Monaco ist hinter Abonnementmeister Paris St. Germain, der erst Montagabend in Marseille gastiert, Zweiter.
Foto: Union Berlin.