Fußball

Raimund Harreither will Austria-Präsident werden und aufräumen

Fußball-Österreich macht sich große Sorgen, ob das Nationalteam wie schon 2016 die Gruppenspiele der Europameisterschaft überstehen, ob Sonntag zum Start gegen Nordmazedonien in Bukarest die Torsperre durchbrochen wird. Daher gehen bemerkenswerte Dinge, die auf nationaler Ebene passieren, etwas unter. Etwa die Pläne von Austrias Vizepräsident Raimund Harreither für Violett. Ein „News“-Interview des 64 jährigen Besitzers einer Firma für Heiz-und Kühlsysteme in der 1931 Einwohner-Gemeinde Gaflenz im Kreis Steyr-Land, rund 170 Kilometer von der Generali-Arena in Wien-Favoriten entfernt, kann man durchaus so deuten, dass er bei der Generalversammlung, wann immer die auch sein wird, Frank Hensel als Präsident beerben will und als Kandidat sozusagen in den Ring steigen wird. Der Beifall von großen Teilen aus dem violetten Fanlager ist Harreither dafür sicher, denn er gilt als Retter der violetten Lizenz. Weil er den Klub der Freunde der Austria neu ins Leben rief und mehrere fand, die sich in Millionenhöhe engagierten, Großteils mittelständische Unternehmer so wie er. Der mittelständische Anstand müsste das wirtschaftliche Fundament sein und nicht ein schwindliger Großinvestor, mit dem er offenbar Insignia meinte.

Harreither will vor allem mit den ungefähr 90 Entscheidungsträgern in den Austria-Gremien aufräumen. Da gibt es den Aufsichtsrat in der AG, dem Hensel vorsteht, im Klub den Verwaltungsrat mit Bank Austria-Chef Robert Zadrazil an der  Spitze, das Kuratorium mit Ex-Bürgermeister Michael Häupl als Vorsitzenden, zu dem auch ÖFB-Chef Wolfgang Katzian, Austrias Ex-Präsident und der frühere burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl gehören. Harreither meinte ,man müsse endlich unterscheiden, zwischen denen, die wirklich wichtig sind oder sich nur wichtig machen , die etwas einbringen und denen, die nur endlos reden, ohne etwas auf die Beine zu stellen. Er will die 90 Mitglieder in den Gremien um die Hälfte reduzieren und sagte das so dezidiert, weil er schon feste Pläne im Kopf hat. Ein wirtschaftliches Konzept hat Harreither bereits entwickelt. Hätte er in seinem Unternehmen so agiert wie zuletzt die Austria, wäre es schon im Konkurs.

Manuel Ortlechner als neuer Sportchef ist sozusagen Harreithers Werk: „Er ist einer, der meinr Werte teilt“, sagt Harreither, dem es auch ein Anliegen wäre, sich weiter um die Sponsoren zu kümmern, selbst wenn die Verträge mit ihnen unter Dach und Fach ist. Er nennt das Kompetenz-Betreuung. Er hat auch spezielle Pläne mit den Routiniers Alexander Grünwald und Markus Suttner, die für den Kontakt zwischen Verein und Wirtschaft zuständig sein sollen, mit Ex-General Manager Peter Stöger als Markenbotschafter ab Juli für Harreither und dessen Lebenspartnerin Uli Kriegler, die Events für Sponsoren organisieren soll. Abwarten, ob es im Schatten der Europameisterschaft in Wien violette „Abwehraktionen“ gegen die Pläne des gelernten Schlossers Harreither, die Austria auf den Boden der Realität zurückzuführen, geben wird. Es wäre fast eine Überraschung, sollten die ausbleiben.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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