Die Muskelverletzung im rechten Oberschenkel, die Christoph Baumgartner, die seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft verhindert, muss schwerer als bisher angenommen sein. Denn ansonsten wäre der 26 jährige nicht Mittwoch im finnischen Turku bei Lasse Lampainen, einem Spezialisten für Muskelverletzungen, erfolgreich operiert worden. Es könnte sich leider sogar um einen Muskelbündelriss handeln, denn RB Leipzig erwartet nicht, dass Baumgartner zu Saisonbeginn im August einsatzfähig sein wird. Bittere Nachrichten.
Teamchef Ralf Rangnick entschloss sich, vorerst keinen Ersatz für Baumgartner zu nominieren. Bis einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel gegen Jordanien, also bis 16. Juni, hätte er gemäß der FIFA-Regularien die Möglichkeit dazu. Nach Rangnicks Ansicht ist auch mit 25 Spielern der Trainingsbetrieb bestens gewährleistet. Offenbar glaubt Rangnick, auch mit den verbliebenen Offensivspielern bei der WM erfolgreich sein zu können: mit Marcel Sabitzer, Michael Gregoritsch, Sasa Kalajdzic, Patrick Wimmer, Paul Wanner, Romano Schmid, Carney Chukwuemeka und Marko Arnautovic.
Wimmer fixierte noch, bevor das Team Donnerstagvormittag nach der Verabschiedung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vizekanzler Andreas Babler und Sportstaatssekretärin Michaele Schmidt am VIP-Terminal des Flughafens Schwechat mit der AUA-Maschine OS 51 nach Los Angeles fliegt, seine Zukunft. Der 25-jährige übersiedelt vom Absteiger Wolfsburg zum Europa-League-Teilnehmer Hoffenheim, wird Mitspieler von Landsmann Alexander Prass, kehrt zu dem Trainer zurück, unter dem er vor sieben Jahren bei der Wiener Austria sein Bundesligadebüt feierte: Zu Christian Ilzer, der ihn im Dezember 2019 erstmals zwei Minuten im Wiener Derby gegen Rapid einsetzte. Ilzers Vertrag wurde in Hoffenheim von Sportvorstand Andreas Schicker langfristig verlängert, der für Wimmer zehn Millionen Euro bezahlen musste, um ihn aus dem auch für die zweite Liga gültigen Vertrag herauszukaufen.
Foto: Yigit Oerme.
