Mit dem steirischen Duell zwischen GAK und Hartberg geht Freitagabend in Liebenau die Bundesliga weiter. Dort, wo der GAK am Dienstag im Cup die 0:4-Pleite gegen Altach erlitt. Ob die schon vergessen ist? Der GAK hat Personalprobleme im Abwehrzentrum: Beres Owusu fällt mit einem Einriss des Syndesmosebandes aus, Ludwig Vraa erlitt im Cup einen Kreuzbandriss, womit die Saison für ihn beendet ist. Hartberg hat vier Punkte mehr als der GAK, es geht um den dritten Sieg hintereinander. Abgeschlossen wird die Hinrunde des Grunddurchgangs Sonntag mit dem Wiener Derby, zwischen dem Vorletzten Austria und Tabellenführer Rapid, das sowohl ORF 1 als auch Sky Austria live übertragen und vom oberösterreichischen Schiedsrichter Stefan Ebner geleitet wird.
Rapid muss in Favoriten auf den gewohnten Rückhalt durch die eigenen Fans verzichten. Das ist die Konsequenz aus den Ausschreitungen beim Derby am 15. Februar in der Generali-Arena, das Rapid 0:2 verlor und bei dem der grün-weiße Fansektor durch Pyrotechnik eine Unterbrechung des Spiels sozusagen erzwang. Noch vor dem Urteil der Bundesliga beschloss Rapid, in den nächsten drei Jahren bei den Derbys auf den Gästesektor zu verzichten. Damit auf die Unterstützung durch seine Fans. Beim ersten Spiel nach dieser Entscheidung schaffte Rapid am Verteilerkreis ein 1:1. Durch den späten Ausgleich von Ercan Kara, der sich Dienstag im Cupachtelfinale gegen die Vienna für das Duell gegen die Austria „ausruhen“ durfte. Das 1:1 war übrigens in der letzten Saison das einzige Duell gegen Violett, das Grün-Weiß nicht verlor.
Aktuell ist es schwer vorstellbar, dass die Austria mitten in ihrem Tief den grün-weißen Erfolgslauf stoppen kann. Ob es so viel ausmachen wird, dass keine Rapid-Fans den Tabellenführer unterstützen werden? Bei den letzten Rapid-Auswärtsspielen war der Gästesektor immer ausverkauft. Egal wo. So auch Dienstag auf der Hohen Warte (Bild). Sonntag ist das anders., wenn Rapids Trainer Johannes Thorup nach dem besten Saisonstart seit 1987/88 auf seinen ersten Derbysieg im vierten Anlauf hofft. Neun Siege aus den ersten zehn Spielen gelangen zuletzt dreimal Red Bull Salzburg (2018 unter Marco Rose, 2019 unter Jesse Marsch und 2022 unter Matthias Jaissle), Wacker Innsbruck (1999 in der Trainerära von Kurt Jara) und Rapid 1987 mit Otto Baric als Trainer.
Ärger gibt es beim Schlusslicht Wolfsberg vor dem Heimspiel gegen Sturm über die Grazer: Wegen der Kollision der Anstoßzeit um 14.30 Uhr mit der traditionellen Gräbersegnung zu Allerheiligen, ersuchte Wolfsberg um eine Verlegung auf 19 Uhr. Seitens der Bundesliga und des TV-Rechteinhabers Sky gab es Zustimmung. Aber nicht von Sturm Graz. Jetzt bleibt es beim Nachmittagstermin und Kopfschütteln über die Grazer. Die offenbar jede Stunde als Vorbereitung auf das Europa-League-Heimspiel gegen Celje vier Tage später gewinnen wollten, was aber sicher überzogen ist.
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