Rapid geht als Tabellenführer in die dreiwöchige Länderspielpause. Durch das 3:3 (2:0) des LASK in Hartberg blieb Rapid auf Platz eins. Erster Verfolger ist Red Bull Salzburg nach dem 3:0 (0:0) vor 12.600 Zuschauern im Spitzenspiel gegen Sturm. Der LASK ist mit zwei Punkten Rückstand Dritter, Sturm liegt als Vierter schon sieben Punkten hinter Platz eins. Das sagt ohne Punkteteilung schon etwas. Dahinter kommen fünf punktgleiche Klubs im Kampf um Platz sechs: Zunächst Ried nach dem 4:1 (3:0) gegen Wolfsberg, dann Hartberg, WSG Tirol, Austria Lustenau und der GAK. Noch in dem „Pulk“ ist mit einem Punkt weniger die Wiener Austria, bei der die proklamierte junge Welle im Moment wenig mit der Realität zu tun hat. Die Startelf beim 2:2 gegen den GAK hatte ein Durchschnittsalter von 28 Jahren! Am Tabellenende Wolfsberg und Altach mit der roten Laterne. Nach der Länderspielpause gibt es das Spitzenspiel zwischen LASK und Tabellenführer Rapid. Drei Tage vor der Champions League-Heimpremiere der Linzer gegen den FC Liverpool.
Der LASK sah in Hartberg zur Pause wie der sichere Sieger aus, führte durch Tore der Ex-Hartberger Sascha Horvath und Christoph Lang 2:0. Zur zweiten Hälfte kamen neue Stürmer: Bei Hartberg Andrija Radulovic und Jed Drew, beim LASK Sasa Kalajdzic. Die Joker von Hartbergs Trainer Markus Schopp stachen, der von Didi Kühbauer nicht. Der Rapid-Leihgabe Radulovic gelang ein Doppelpack zum 1:2 und 2:3, der Australier Drew erzielte nach Radulovic-Assist den Ausgleich. 2:3 und 3:3 fielen innerhalb von vier Minuten. Radulovic half somit im Hartberg-Dress seinem Ex-Klub mehr als letzte Saison bei seinen Einsätzen in Grün-Weiß. Die Linzer führten bis zur 72. Minute 3:1, Robert Ljubicic vergab den Sitzer zum 4:1. Kühbauer war dementsprechend sauer, der LASK ist jetzt drei Spiele hintereinander ohne Sieg: „Ich denke, wir haben uns selbst geschlagen!“ Ähnliches sagte er eine Woche zuvor nach dem 1:2 bei Sturm Graz: „Wir zeigten in der zweiten Hälfte zu schlechten Fußball“, gestand Kühbauer. Als Horvath, Innenverteidiger Joao Tornich und Lang ausgetauscht wurden, führte der LASK noch 3:1. Statt Lang kam erstmals nach seinem Jochbeinbruch Samuel Adeniran doch er kam kaum ins Spiel.
Sturm Graz war in Salzburg 70 Minuten lang die bessere Mannschaft, doch der eher zufällige Führungstreffer durch Salzburgs Kapitän Nikolas Veratschnig drehte nach 72 Minuten alles um. Zwei Minuten später die gelb-rote Karte für Sturms Verteidiger Jürgen Heil, gegen zehn Grazer fielen noch zwei Salzburger Tore. In zwölf Minuten von 0:0 auf 3:0. Wichtig für Salzburg waren die vier Wechsel von Trainer Danny Röhl, als es noch 0:0 stand: Nach 52 Minuten kamen Yorbe Vertessen, der Japaner Soto Kitano und der 19-jährige Aboubakar Camara, nach 66 Minuten ersetzte die Hoffenheim-Leihgabe Umut Tohmucu Abubakar Barry. Die weiteren Tore erzielten Innenverteidiger Kevin Boma per Kopf nach seinem Freistoß, womit er erstmals in der Bundesliga traf. Das Highlight war das 3:0, die Co-Produktion der Joker: perfekte Flanke von Kitano, Camara traf per Seitfallzieher, feierte das mit einem Salto (Bild).
Foto: RB Salzburg/Andreas Schaad.
