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Rapid braucht dringend den ersten Sieg in Schottland

Zweiter Fußball-Marathon innerhalb einer Woche in ORF 1: Vier Stunden und 25 Minuten zwischen 18.45 und 23.10 Uhr sind Donnerstag geplant. Dreimal Kampf um den Aufstieg ins Play-off: Zunächst in der Europa League zwischen Wolfsberg und PAOK Saloniki aus Klagenfurt, danach in der Conference League Dundee United gegen Rapid und Austria gegen Banik Ostrau. In Konferenzschaltung, denn das Match im Tannadice-Park beginnt 15 Minuten vor dem in Wien. Drei österreichische Siege sind notwendig, um den Aufstieg zu schaffen.

Für Rapid wäre dies ein historisches Datum. Weil es bei bisher sechs Spielen in Schottland keinen Sieg, sondern fünf Niederlagen und ein Unentschieden gab. Am 18. November 1964 gastierte Rapid im Europacup erstmals in Schottland, verlor gegen die Glasgow Rangers 0:1. 20 Jahre später unterlag Rapid im März 1984 mit einer besseren Mannschaft als der aktuellen bei Dundee United 0:1, sechs Monate später verlor Rapid bei Celtic Glasgow 0:3. Da aber Rudi Weinhofer von einem Gegenstand aus dem Zuschauerraum am Kopf getroffen wurde und ausscheiden musste, wurde das Match wiederholt. Damals durften nur drei Mann gewechselt werden, das Kontingent war schon erfüllt.  Daher ein Wiederholungsspiel, aber auf neutralem Boden in Manchester.Im Old Trafford gewann Rapid am 12. Dezember durch ein Tor von Peter Pacult, 1:0, kam in Folge bis ins Finale des Europacups der Cupsieger. Der einzige Auswärtssieg gegen eine schottische Mannschaft gelang Rapid in England.  Die nächste Niederlage folgt in Hans Krankls Trainerära 1989 in Aberdeen (0:1), im Oktober 2009 hielt Rapid mit seinem letztem Meistermacher Pacult hielt Rapid bei Celtic Glasgow ein 1:1. Die letzte Niederlage gab es vor sieben Jahren im Ibrox-Park mit 1:3 gegen die Glasgow Rangers im ersten Spiel von Didi Kühbauer als Rapid-Trainer.

Peter Stöger könnte also der erste Rapid-Trainer sein, der in Schottland gewinnt. Das würde den bisher gelungenen Saisonstart vier Tage nach dem 2:1-Auswärtssieg gegen Meister Sturm Graz krönen. Wenn Tormann Niklas Hedl (Bild) ähnlich gut hält wie letzten Sonntag in Graz, könnte das gelingen. Dundee United hat nicht die Klasse von Celtic oder der Rangers, aber doch Vorzüge wie Körperlichkeit, Speed udn Effizienz, wie man letzten Donnerstag beim 2:2 in Hütteldorf sah. Drei Schüsse auf Hedls Tor bedeuteten zwei Treffer. Stöger ist überzeugt, dass Rapid auch in Dundee zu Chancen kommen wird, nur die Verwertung müsste besser klappen. Es wird ein „gefährliches“ Spiel, denn sollte Rapid ausscheiden, würde plötzlich vieles infrage gestellt werden. Unter dem Motto letzte Saison bis ins Viertelfinale gekommen, diesmal nicht einmal in die Ligaphase. Bei Rapid geht so etwas schnell. 500  grün-weiße Fans sind auch im Tannadice Park dabei. Einige nahmen eine etwas komplizierte An-und Rückreise auf sich: Mittwoch zunächst nach Bratislava, von dort Flug nach Edinburgh. Eine Nacht in Edinburgh, am Spieltag mit dem Zug nach Dundee. Auf eine Nacht in Dundee folgt dann die Rückreise in drei Etappen. Für einige ist ja Rapid der Sinn des Lebens.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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