Fußball

Rapid erfüllte mit 3:0 zwar die Pflicht, aber Thorup verdient Kritik!

Ohne zu überzeugen, hielt Rapid mit dem 3:0 (2:0) in Wolfsberg den Kontakt zum Spitzenduo LASK und Red Bull Salzburg. In der ersten Hälfte war Rapid zwar dominant, aber trotzdem nicht sehr gefährlich. Die Tore durch die Innenverteidiger Serge Raux Yao und Nenad Cvetkovic fielen jeweils nach Standardsituationen.  Die Führung durch durch den haltbaren Kopfball des Franzosen nach Freistoß von Yusuf Demir, das 2:0 von Cvetkovic nach einem kurz abgespielten Eckball und Flanke von Bendegüz Bolla. In der zweiten Hälfte war Wolfsberg dem Anschlusstor zunächst näher als Rapid dem dritten Tor, das in der 82. Minute durch Nossa Dahl fiel. Es war der dritte Sieg von Rapid gegen Wolfsberg hintereinander. Bei den Kärntnern wurden die Personalprobleme am Spieltag noch größer, da Innenverteidiger Raphael Behounek wegen Schmerzen im Sprunggelenk w.o. geben musste.

Jetzt könnte man sagen, Rapids Trainer Hoff Thorup wurde durch das Ergebnis bestätigt, alles richtig gemacht zu haben. Hat der Däne aber sicher nicht. Nikolaus Wurmbrand eine Woche nach seinen drei Toren beim Cupaufstieg in Klagenfurt nicht aufzustellen, ihn erst nach dem dritten Tor als fünften Spieler einzutauschen, das war wie eine Verhöhnung des größten Rapid-Talents. Bestätigte einmal mehr, dass Thorup nicht gut für die Entwicklung des 20-jährigen ist. Mouladaye Haidara statt Wurmbrand in der Startelf mit dem Thema Schnelligkeit zu begründen, war schon seltsam. Denn auch Wurmbrand ist sehr schnell. Haidara blieb bis zur Pause sehr diskret, musste in der Kabine bleiben. Doch für ihn kam nicht Wurmbrand, sondern der Australier Marco Tilio. Das bestätigte einmal mehr, dass bei Thorup Rapids talentiertesten Eigenbauspieler nicht forciert, sondern eher gebremst wird. Eigentlich würde es zu den Aufgaben des Sportvorstands gehören, das zu ändern. Aber Markus Katzer läßt Thorup gewähren. Schließlich ist der Däne Katzers Wahl. Es lag auch an Thorups Maßnahmen, dass Wurmbrand nicht zu Österreichs WM-Kader gehörte. Bevor Thorup kam, feierte Wurmbrand sein Debüt im Teamdress, wurde von Teamchef Ralf Rangnick gelobt.

„Keine wirklich gute Leistung, aber ein wichtiger Sieg“, urteilte Rapids Kapitän Matthias Seidl. Schon vor Rapid gab es Samstag einen Auswärtssieg. Der GAK gewann erstmals in der Bundesliga unter deme neuen Trainer Gerald Scheiblehner, vergrößerte mit dem 2:1 (2:1) in Altach die Sorgen der Vorarlberger, die Sonntag die rote Laterne bekommen könnten.

Foto: Yigit Oerme.

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