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Rapid ganz tief gefallen: Letzter in der Conference League!

Sieg und Unentschieden für Österreich in der Europa League durch den FC Salzburg (2:0 gegen Hollands Cupsieger Go Ahead Deventer) und Meister Sturm Graz (0:0 gegen Nottingham), aber die dritte Niederlage in der Conference League. Nach dem völlig verdienten 0:1 (0:1) gegen Uni Craiova vor 23.457 Zuschauern ist Rapid punktlos und mit 1:8-Toren Letzter und die derzeit schlechteste Mannschaft des Bewerbs. Letzte Saison reichte es zum Viertelfinale, diesmal vermutlich nicht für die Play offs.  Craiova war vor allem in der ersten Hälfte aggressiver, insgesamt besser, hatte ein klares Chancenplus. Die Wien-Choreographie des Fansektors vor dem Anpfiff hatte europäisches Niveau, in der Mannschaft nur wenige. Vor allem Tormann Paul Gartler, der eine höhere Niederlage verhinderte.

Da der angeschlagene Abwehrchef Nenad Cvetkovic auf der Ersatzbank blieb, kehrte Peter Stöger zur Viererabwehr mit zwei Innenverteidigern und zum 4-2-3-1 zurück. Die Umstellungen im Vergleich zum 2:1 gegen Sturm: Statt Furkan Demir begann Jonas Auer, Lukas Grgic statt Romeo Amane im zentralen Mittelfeld, dazu Tobias Gulliksen statt Janis Antiste und eine neue Chance für Andrija Radulovic.  Nach 50 Sekunden zeigte der eigenwillige slowenische Schiedsrichter Martin Matosa Nikolaus Wurmbrand für sein erstes Foul die gelbe Karte, das Gleiche passierte Kapitän Matthias Seidl in der dritten Minute, Ercan Kara in der 18. Ob das dazu führte, dass Rapid in den Zweikämpfen die nötige Giftigkeit vermissen ließ? Nach 20 Minuten musste Craiova-Trainer Mirei Radoi auf die Tribüne. Nach Drohgebärden vor Gulliksen samt Beschimpfungen sah er zum zweiten Mal gelb. Auf der Tribüne mitten unter Rumänen jubelte Radoi nach 37 Minuten über das Goldtor: Linksverteidiger Jonas Auer ließ Costa Rica-Legionär Carlos Mora flanken, im Zentrum Ange Ahoussou den aufgerückten ukrainischen Innenverteidiger  Oleksandr Romanchuk zum Kopfball kommen, der Gartler keine Chance ließ.

Trainer Peter Stöger reagierte schon zur Pause. Für Radulovic, bei dem man wie bei der Heimpleite in der Bundesliga gegen den LASK  von „Arbeitsverweigerung“ reden konnte, kam „Euro-Louis“ Schaub. Nach einer Stunde folgte ein Dreiertausch bei dem Demir, Amane und Antiste Auer, Grgic und Gulliksen ersetzten. Amane kam schon nach zwei Minuten durch Karas Vorarbeit zur klarsten Ausgleichschance, nützte sie aber nicht. Rapid wirkte danach gefährlicher als zuvor, was nicht besonders schwere war, aber nicht gefährlich genug. „Gegen abgebrühte Mannschaften stoßen wir an unsere Grenzen“ gab Stöger zu. Das ist bedenklich. In zwei Heimspielen gegen Fiorentina, den Vorletzten in Italiens Serie A und den Dritten der rumänischen Liga gelang Rapd kein Tor.

Mainz schlug Rapid-Bezwinger Fiorentina 2:1 (0:1), für Österreichs Teamverteidiger Phulipp Mwene war das Match nach 45 Minuten vorbei. Mainz ist in der Tabelle Zweiter. Oliver Glasner ist mit Crystal Palace nach dem 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen AZ Alkmaar wieder voll im Rennen um einen Viertelfinalplatz.

Foto: Reuters.

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