Fußball

Rapid kann im gelben U-Boot nur alles besser machen

Jetzt kann Rapid nur alles besser machen. Das sagte der grün-weiße Jahrhundertfußballer Hans Krankl zwei Tage nach der Blamage in Hartberg im 400. „Talk und Tore“ auf Sky, in dem auch andere prominente Ex-Rapidler über das schlimme grün-weiß Tief sprachen. Ehrenkapitän Heribert Weber prangerte die fehlende Einstellung der Spieler an, nannte dies traurig und enttäuschend. Peter Schöttel, jetzt ÖFB-Sportdirektor, sprach von einer Mannschaft, die sich auf ihre spielerischen Qualitäten verlässt, zu leicht ausrechenbar ist, von unsicher wirkenden Spielern, bei denen alle guten Vorsätze durch ein Negativerlebnis  vergessen sind.

Alle Meinungen haben etwas für sich. Sicher stimmt, dass es Rapid auch in der Europa League Donnerstag Abend beim „El Submarino Amarillo“ nur besser als in Hartberg machen kann. Das heißt auf deutsch das gelbe U-Boot, ist wegen der kanarigelben Dressen der Spitznamen von Villarreal. Mit dem U-Boot wieder Auftauchen, das ist ein grün.weißes Ziel vor dem Sonntag-Heimspiel gegen das Liga-Schlusslicht Admira, das in dieser Situation als Neunter wichtiger ist als der Kampf um den Aufstieg in die k.o.-Phase bei Villarreal, um die Möglichkeit, Zweiter zu bleiben, wieder nette Prämien für Unentschieden oder Sieg zu verdienen. Trainer Didi Kühbauer sprach letzten Sonntag alle Probleme intern an, personell kann er nicht sehr viel tun. Vielleicht Mateo Barac im Abwehrzentrum bringen, drei Innenverteidiger einsetzen, auf die Fünferabwehr setzen, die er  ja mit viel Erfolg bei St.Pölten praktizierte. Oder den Rumänen Andrij Ivan von Beginn an einsetzen. Aber auch das  wäre ja nichts Neues. Auch Goran Djuricin probierte es mit drei Innenverteidigern, ohne damit Erfolg zu haben. Eigentlich heißt die entscheidende Frage: Ist die Krise im gelben U-Boot-größer oder bei Grün-Weiß? Die letzten Details über die Spanier erfuhr der ehemalige Real Sociedad-Legionär Kühbauer vom grün-weißen Fußballgott Steffen Hofmann. Der hatte für ihn Samstag das 1:1 gegen Atletico Madrid beobachtet.

Derzeit liegt Villarreal noch hinter Rapid, hat kein Gruppenspiel verloren, aber auch keines gewonnen. Zuletzt rettete ein Elfmetertor von Santi Cazorla (Bild oben) in der 96. Minute das 3:3 bei Spartak Moskau. Aber der hat mit dem Topspieler, der sechs Jahre lang den Dress von Arsenal unter der Legende Arsene Wenger trug, eigentlich nur den Namen gemeinsam. Mit 33 tastet er sich erst wieder an sein ehemaliges Niveau heran. Denn Anfang des Jahres  war es nicht nicht einmal sicher, ob der Mittelfeldspieler jemals wieder in Aktion treten kann,

Achtmal wurde er in den letzten drei Jahren operiert. Alles begann mit einer infizierten Wunde am Knöchel,. Die Infektion zog in Folge sowohl das Fersenbein als auch die Achillessehne arg in Mitleidenschaft In einer art Notoperation  verkürzte Spezialist Mikael Sanchez in Salamanca die Achillessehne um zehn Zentimeter, ermöglichte so das Comeback : „Ich hatte jahrelang riesige Schmerzen, kann fast nicht glauben, dass ich wieder spielen kann.“ Villarreal feierte seine Rückkehr mit der fast poetischen Devise „die Magie ist zurück“, gab aber Cazorla trotzdem nur einen Vertrag für ein Jahr. Von Oktober 2016 bei Arsenal bis Juli 2018 bestritt er kein Spiel, Jetzt hofft er, dass Knöchel und Achillessehne dauerhaft halten.

Das Match im Estadio de la Ceramica gilt wegen der Vorfälle mit Rapid-Fans rund um Partien gegen Valencia im Frühjahr 2016 als Hochsicherheitsspiel. 500 Rapid-Fans werden dort sein, um eine Reaktion der Mannschaft zu sehen, von der Sportchef Fredy Bickel überzeugt ist. Kühbauer will sehen, dass seine Spieler mutig agieren, an oder über ihren Grenzen gehen. Live zu sehen ist dies auf Puls 4 und bei DAZN. Das erste Europacup-Duell von Meister Red Bull Salzburg mit einer norwegischen Mannschaft, mit Rosenborg Trondheim, zeigt zwei Stunden vorher nur DAZN. Die Erfolgserlebnisse  von Rosenborg in Österreich gegen Austria und Rapid im Europacup sind überschaubar. Nur ein 2:1 vor sechs Jahren gegen Rapid. Allerdings im leeren Happel-Stadion, beim „Geisterspiel“ nach dem Skandal von Saloniki. Donnerstag erwarten Rosenborg in Salzburg 20.000 Zuschauer oder mehr.

 

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