Als erste Mannschaft aus Europa löste England das Ticket für die WM 2026. Das 5:0 (3:0) in Riga gegen Lettland mit einem Doppelpack von Harry Kane war nicht mehr als eine Pflichtübung, wird die Kritik der englischen Medien an dem von ihnen nicht geschätzten Teamchef aus Deutschland, Thomas Tuchel, nicht stoppen. Die Engländer schafften das, woran Österreich am Sonntag in Bukarest gescheitert war: Den sechsten Sieg im sechsten Spiel zu feiern. Serbien wahrte drei Tage nach dem Rücktritt von Teamchef Dragan Stojkovic durch ein 3:1 in Andorra die Chancen auf Platz zwei und das Play-off, liegt einen Punkt hinter Albanien. Einen Teamchefwechsel gab es auch in Schweden: Einen Tag nach dem 0:1 gegen Kosovo endete die Ära von Teamchef Jon Dahl Tomasson wegen Erfolgslosigkeit. Nur in Punt aus vier Spielen, nur zwei Tore erzielt. Der Däne war Schwedens erster Teamchef aus dem Ausland seit 1962, ist überhaupt der erste, der vor Vertragsende gehen musste.
Für einen weiteren, neuen persönlichen Rekord sorgte Cristiano Ronaldo in Lissabon: Mit zwei Toren verwandelte der 40 jährigen einen 0:1-Rückstand Portugals gegen Ungarn, für den der ehemalige Rapid-Nachwuchsspieler Attila Szalai sorgte, in eine 2:1-Pausenführung. Das waren seine Tore 40 und 41 in der WM-Qualifikation, kein anderer Spieler in alle Kontinentalverbänden erzielte er so viele. Richtig jubeln konnte Ronaldo am Ende aber nicht, denn in der 91. Minute gelang den Ungarn durch ihren Kapitän Dominik Szoboszlai, den Liverpool-Star mit Salzburg-Vergangenheit, der Ausgleich. Daher könnte Ungarn Portugal theoretisch noch überholen. Bei Ronaldos Rekordspiel war Rapid-Verteidiger Bendegüz Bolla 67 Minuten im Einsatz. Allerdings als eine von drei Sturmspitzen. Irland liegt nach dem 1:0 gegen Armenien drei Punkte hinter Ungarn. Italien kam durch ein 3:0 gegen Israel in Udine auf drei Punkte an Tabellenführer Norwegen heran. Spanien ist nach dem 4:0 gegen Bulgarien noch nicht qualifiziert, da die Türkei in Kocaeli Georgien 4:1 (3:0) abfertigte. Bei Georgien spielte Österreichs Fußballer des Jahres, Otar Kiteishvili von Sturm Graz, bis zur 66. Minute, bereitete das einzige Tor vor. Georgien vergab damit die Chance auf Platz zwei.
27 WM-Teilnehmer stehen seit Dienstag fest, da sich in Asien Katar und als siebente afrikanische Nation Südafrika qualifizierten. Für die Südafrikaner ist es die erste WM-Teilnahme seit der Heim-WM vor 15 Jahren, Katar, Veranstalter der letzten WM, gelang es erstmals auf der sportlichen Ebene in die Endrunde zu kommen.
Foto: UEFA.
