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Rapid-Leihgabe als Gefahr für Rapid: „Nehmen sie das Spiel gegen Lustenau ernst?“

„Nehmen Sie das Spiel gegen Austria Lustenau ernst?“ Das war eine der Fragen von elf „Greenies“, das sind jugendliche Rapid-Mitglieder, die auf der traditionellen Greenie-Pressekonferenz an Rapids Trainer Johannes Thorup und Kapitän Matthias Seidl gestellt werden. Danach lächelte Thorup. Natürlich nimmt er es ernst, weil sich am Samstagabend für den Tabellenführer die Chance bietet, mit dem sechsten Heimsieg in Folge den Vorsprung noch auszubauen. Denn Rapids Verfolger Red Bull Salzburg und LASK nehmen sich Sonntag beim Schlager der Runde  in Linz gegenseitig die Punkte weg. Die Rapid-Fans nehmen das Spiel gegen den Aufsteiger aus Voraarlberg auch ernst: Knapp 19.000 Karten sind verkauft.

Thorup wird vermutlich die gleiche Startbesetzung wie beim 3:1 gegen Hartberg bringen, denn er will den „Flow“ prolongieren. Er kündigte zwar Umstellungen an – aber erst für das Cupachtelfinale am Dienstag bei der Vienna auf der Hohen Warte und in Folge fünf Tage später beim Wiener Derby gegen die Austria. Die größte Gefahr für den Rapid-Flo könnte bei Lustenau von einer Rapid-Leihgabe drohen: Vom 22-jährigen Dominik Weixelbraun (Bild). Im Sommer 2025 holte ihn Rapid als Stürmerhoffnung von Zweitligist Amstetten. Der ehemalige LASK-Nachwuchsspieler war eigentlich für die zweite Mannschaft geplant, kam unter Peter Stöger mehrmals  als Joker  zum Zug, erzielte in der Qualifikation zur Conference League gegen Decic Tuzi aus Montenegro ein Tor. Mit dem ersten Pflichtspiel unter Thorup war es aber vorbei: Das war am 31. Jänner das Cupviertelfinale in Ried.

Thorup entschied sich bei seinem ersten Pflichtspiel auf der Rapid-Bank für ein Experiment mit Stürmer Weixelbraun als Linksverteidiger. Das ging schief. Bei Rieds Führung nach drei Minuten merkte man, dass Weixelbraun kein Verteidiger ist. Zur Pause wurde er ausgetauscht, danach bis Saisonende nicht mehr aufgestellt. Aufsteiger Lustenau verpflichtete ihn auf Leihbasis als Stürmer, was eine gute Entscheidung war: Bisher erzielte er sieben Tore, davon sechs in der Bundesliga. Auf diese Zahl kam in neun Runden kein Rapid-Spieler. Petter Nosa Dahl ist in der Liga-Schützenliste, die Weixelbraun eine Woche lang anführte,  mit fünf Treffern der beste Rapidler. Lustenau-Trainer Markus Mader traut Weixelbraun sogar den Sprung in Österreichs Nationalteam zu.

 

Foto: Gepa/Admiral.

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