Erstmals seit 23 Jahren erreichten alle Bundesligaklubs das Achtelfinale im österreichischen Fussballcup, in der Zwölferliga überhaupt zum ersten Mal. Die letzten vier am Sonntag waren der GAK , der in Kitzbühel 2:0 (1:0) besiegte, Red Bull Salzburg mit einem 3:0 (2:0) bei SKN St. Pölten, bei dem Haris Tabakovic und Aboubacar Camara in der 23. und 31. Minute für klare Verhältnisse sorgten und der Ex-Austrianer Christian Früchtl bei seinem Debüt im Tor einiges zu tun hatte, für das „zu null“ auch Glück brauchte. In der Aktion vor Salzburgs Führung traf St. Pöltens Legionär Leomend Krasniqi nur das Lattenkreuz. Hartberg erzielte beim 4:0 (4:0) in Steyr gegen Vorwärts alle Tore zwischen der 15. und 41. Minute. Große Probleme gab es nur für Wolfsberg, den Cupsieger von 2025, im Burgenland beim Vierten der Regionalliga Ost. Parndorf, dem Klub von Ex-ÖFB-Präsident Gerhard Milletich.
Die Kärntner mussten in die Verlängerung. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1, nach Verlängerung 2:2. Das Elfmeterschießen gewann Wolfsberg 4:3. Dennoch war es ein schmerzlicher Tag für Wolfsberg: Weil Kapitän Nico Wimmer bei 0:0 mit Verdacht auf Kreuzbandriss im rechten Knie ausschied. Markus Pink, der ihn ersetzte, erzielte per Kopf die Führung, Parndorf glich in der ersten Minute der Nachspielzeit aus. Zu Beginn wurde Wolfsberg-Legionär Otar Mamageishvili ausgeschlossen, die dritte rote Karte für die „Wölfe“ in den letzten drei Spielen. Dennoch gelang durch Luc Hassler der Führungstreffer, auf den elf Minuten später der Ausgleich folgte. Im Elfmeterschießen traf der erste Wolfsberg-Schütze, der Burgenländer Fabian Wohlmuth, die Latte, Marco Sulzner, Hassler, Sky Schwarz, Philipp Verhounig und Marco Schabauer verwandelten. Wolfsbergs neuer Tormann, der aus Israel geholte 23-jährige Lior Glicklich, wehrte den ersten und sechsten Elfmeter ab, wurde damit bei seinem Pflichtspiel-Debüt gleich zum Aufstiegshelden.
Bei der Auslosung des Cupachtelfinales sorgte Herbert Prohaska im ORF-Studio am Küniglberg für drei Derbys. Als erste Paarung zog er Wacker Innsbruck – WSG Tirol. Das garantiert ein ausverkauftes Tivoli-Stadion. Als vierte folgte Vienna-Rapid und als Siebente LASK – Ried. Rapid muss wieder auf die Hohe Warte, wo Grün-Weiß sich am 30. Oktober 2024 mit dem 1:2 gegen Zweitligist Stirpfing blamierte und ausschied. Vom aktuellen Kader gehörten damals Niklas Hedl, Jakob Schöller, Louis Schaub und Nikolaus Wurmbrand zur Startelf, Kapitän Matthias Seidl und Jonas Auer wurden eingewechselt. Vienna ist derzeit Dritter der zweiten Liga. Torhüter Bernhard Unger und Stürmer Bernhard Zimmermann sind Ex-Rapidler. Die Wiener Austria bekam durch ihren Jahrhundertspieler Prohaska Heimvorteil gegen Hartberg. Die weiteren Spiele zwischen 27. und 29. Oktober: Schwarz-Weiß Bregenz- Red Bull Salzburg, Hertha Wels – Wolfsberg, Austria Lustenau – Sturm Graz und GAK – Altach.
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