Wenn Österreichs Tabellenführer beim Letzten der Serie A, der in den ersten fünf Runden keinen Punkt eroberte, nur Niederlagen kassierte, verliert, dann ist das sicher kein Ruhmesblatt. Auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel im Rahmen eines Kurztrainingslagers in der Lagunenstadt war. Passiert ist dies Samstag Rapid in Venedig beim FC Venezia. Ohne sieben Teamspieler und den erkrankten Yusuf Demir gab es im altehrwürdigen Pierluigi Penzo-Stadion, das nur via Boot zu erreichen ist, ein 0:1 (0:1). Das einzige Tor fiel vor 2190 Zuschauern, von denen 1000 Rapid-Fans waren schon in der 13. Minute durch den deutschen Mittelstürmer Lion Lauberebach, für den Venezia im Jänner drei Millionen Ablöse an den belgischen Klub Mechelen zahlte. In der Serie A spielte Lauberbach beim Aufsteiger nur 40 Minuten, erzielte kein Tor.
Rapid spielte in von den Fans eigens für dieses Spiel designten Trikots (Bild). Die Choreographien der Fangruppen waren beeindruckender als die Leistungen am Rasen. Rapids Trainer Hoff Thorup setzte 20 Spieler ein, über die volle Distanz kamen nur Kapitän Matthias Seidl und Innenverteidiger Serge Raux-Yao zum Einsatz. Erstmals seit seiner Knieopperation stand Claude Mubuyi in der Startelf, zur zweiten Hälfte löste ihn Ercan Kara ab. Es gab nach der Pause Chancen auf den Ausgleich, die größte ließ Tommi Adamsen aus. Von den sechs Youngsters zwischen 18 und 20, die zum Einsatz kamen, spielte der 18-jährige Linksaußen Tare Ekeroskosu am längsten, nämlich die gesamte zweite Hälfte statt des Norwegers Petter Dahl. Die anderen fünf nicht länger als zehn Minuten: „In der ersten Hälfte spielen wir zu langsam, in der zweiten passte das Tempo. Aber es war eine wertvolle Erfahrung“, meinte Thorup. Samstagabend flog Rapid nach Wien zurück, die Spieler haben sechs freie Tage, ehe die Vorbereitung auf das Spitzenspiel beim Meister LASK beginnt. Seidl bleibt mit seiner Freundin noch ein paar Tage in Venedig.
Erfolgreicher als der Test in Venedig verlief der Start zur Rapid-Anleihe 2026/2030 mit vier Jahren Laufzeit und einer Fixverzinsung von vier Prozent: Nicht einmal 48 Stunden nach Start der Zeichnungsfrist gingen Angebote im Umfang von über 1,2 Millionen Euro ein. Das Emissionsvolumen beträgt bis zu 1.999.000.
Foto: SK Rapid/Gepa.
