Fußball

Salzburg blickt nach Frankfurt: Was hat Hütter zu bieten?

Noch immer gibt es über die Vergabe der TV-Rechte für die Champions und Europa League in Österreich ab 2021 keine offizielle Verlautbarung. Es sieht bei beim Free-TV-Paket der Champions League nach Servus TV aus, beim Pay-TV nach Sky, bei der Europa League nach ORF. Servus TV meldet sich schon Dienstag und Mittwoch in Sachen Fußball stark zu Wort: Mit drei Liveübertragungen vom Achtelfinale im deutschen Pokal. Alle drei mit österreichischer Beteiligung. Es beginnt Dienstag mit Eintracht Frankfurt – RB Leipzig, mit Adi Hütter, Martin Hinteregger, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer, geht dann mit Werder Bremen – Borussia Dortmund weiter, wo Marco Friedl bei Werder links verteidigen könnte, Salzburg-Fans sicher ihren ehemaligen Liebling Erling Haaland sehen werden. Und endet Mittwoch Abend in der Münchner Allianz-Arena bei Bayern -Hoffenheim mit David Alaba, Stefan Posch, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner.

Sicher wird auch Österreichs Meister Red Bull Salzburg Dienstag Abend nach Frankfurt ins mit 51.000 Zuschauern ausverkaufte Waldstadion, das offiziell  Commerzbank-Arena heißt, blicken. Weil es interessant sein wird, was Salzburgs ehemaliger Doubletrainer Hütter 16 Tage vor dem ersten Europa League.Duell zwischen Frankfurt und Salzburg zu bieten hat. Sicher wird es nicht zu einer Szene wie letzten Samstag beim 1:1 in Düsseldorf kommen, als Hütter den einen Tag zuvor von RB Leipzig geholten Stefan Ilsanker, den er schon in Salzburg trainiert hatte, zu Beginn der zweiten Hälfte auf das Feld schickte (Bild oben). Ganz einfach deshalb, weil es zwischen Eintracht Frankfurt und Leipzig ein „Gentleman´s Agreement“ gab, wonach der 30 jährige im Pokal nicht spielen darf. Leipzigs Boss Oliver Minzlaff lässt eben nichts außer Acht: Ilsanker durfte erst nach dem Bundesligaspiel zwischen Frankfurt und Leipzig zu Hütter übersiedeln, aber nur weil Frankfurts Sportvorstand Fredy Bobic auf die Forderung, ihn nicht gegen seinen Ex-Klub spielen zu lassen, einging. Hütter nahm das gelassen: „Stefan hätte uns mit seiner Kopfballstärke und Erfahrung helfen können. Aber schließlich haben wir ohne ihn Leipzig in der Bundesliga auch 2:0 geschlagen!“ Erst zehn Tage vor dem Pokalschlager. Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann bestritt die Klausel in Sachen Ilsankers Spielverbot gefordert zu haben: „Damit habe ich gar nichts zu tun. Ilsanker wolle nicht bleiben. Nach dem zwölften Gespräch sah ich ein, dass es keinen Sinn mehr macht!“

In Düsseldorf musste Hütter seinen Sturmbesetzung vorgeben: Torjäger Bas Dost musste wegen es Magen-Darm.Infekts ins Spital, Mijat Gacinovic fiel mit Adduktorenproblemen kurzfristig aus. Es gibt eine Chance, dass beide gegen Leipzig spielen. Wo das 2:2 gegen Mönchengladbach am letzten Samstag das durch das 0:2 in Frankfurt entstandene Krisengerede nicht stoppte, sondern eher verstärkte. Wenn es in Frankfurt schief geht, ist vor dem Bundesligaspitzenduell am nächsten Sonntag in München wirklich Feuer am Dach. In den bisherigen acht Bundesligaduellen zwischen Frankfurt und  Leipzig verlor noch nie die Heimmannschaft.  Von den Österreichern muss Dienstag Abend auch Michael Gregoritsch ran. Schalke empfängt Hertha BSC Berlin, in der Bundesliga hatte es letzten Freitag in Berlin ein 0:0 gegeben. Und nachher Zoff der Trainer. Schalkes genervter David Wagner warf Hertha vor, den Rasen nicht gewässert zu haben, damit Schalke gegen die Berliner Betonabwehr nicht schnell kombinieren konnte. Da bezeichnete Jürgen Klinsmann als totalen Quatsch; „Sie können dann ja Dienstag zu Hause gegen uns Tiki-Taka spielen.“

Bayern München ist nach sechs Ligasiegen in Serie, davon drei in diesem Jahr mti 12:1-Toren, gegen Hoffenheim eigentlich klarer Favorit, wenn es nicht den 5.Oktober gegeben hätte. Damals bezog Bayern in der Allianz.Arena gegen Hoffenheim überraschend die erste Niederlage der Saison, bei der Hoffenheims bis dahin quasi unbekannter Armenier Sargis Adamyan den Meister mit zwei Toren den Schock versetzte. Damals begann die Unruhe um Niko Kovac, die einen Monat später zum Trainerwechsel führte. Assistent Hansi Flick übernahm, bis jetzt durchaus erfolgreich. Im Oktober fehlte bei Bayern der verletzte Alaba, spielten bei Hoffenheim Posch und Grillitsch, noch nicht Baumgartner, der  in den letzten Wochen bei den Siegen gegen Borussia Dortmund, in Bremen und gegen Leverkusen aufzeigte. Alaba stellt in Abrede, dass der Pokal Bayern nicht soviel wert ist wie Bundesliga oder Champions League: „Wir wollen das Triple, da muss man alles gleichrangig behandeln. Wird auch passieren!“ Die kesse Ansage von Youngster Baumgartner: „Auch wenn es überheblich klingt, wir wollen ebenfalls nach Berlin!“ Ins Olympiastadion zum Finale.

Foto: Eintracht Frankfurt.

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