Acht Siege und neun Unentschieden, 21:4-Tore – das ist die Visitenkarte von FC Salzburgs Startgegner in der Europa League, Levski Sofia, nach acht Runden der bulgarischen Meisterschaft. Das liest sich gut. In der Qualifikation zur Champions League ging der 27-fache Meister, der letzte Saison Razgrad ablöste, allerdings gegen AEK Athen mit 0:4 klar unter. Daher ist es nachvollziehbar, dass Salzburgs Trainer Danny Röhl die Devise „punkten“ ausgab. In Sofia soll es nicht die erste Pflichtspiel-Niederlage in seiner Ära geben. Sein Gegenspieler auf der Levski-Trainerbank ist der Spanier Julio Velazquez.
Christian Zawieschitzky, der 19-jährige Torhüter, der es erstmals in Österreichs Teamkader schaffte, (Bild), wird im Levski-National-Stadion keinen ruhigen Abend haben. Im Kader der Bulgaren stehen insgesamt 15 Legionäre, darunter vier Brasilianer. Einige haben ein interessantes „Vorleben“, speziell der 30-jährige serbische Mittelfeldspieler Marko Grujic. Vor zehn Jahren kaufte ihn der FC Liverpool von Roter Stern Belgrad um sieben Millionen, danach war er bei Cardiff, Hertha BSC Berlin, bei Portugals Spitzenklubs FC Porto, der ihn 2022 um neun Millionen erwarb. Nach drei Jahren wechselte Grujic ablösefrei zu Griechenlands Meister AEK Athen, seit Somemr ist er bei Levski.
Letzte Saison belegte Salzburg in der Ligaphase Rang 31, holte aus acht Spielen nur sechs Punkte. Gewann daheim gegen Go Ahead Eagles aus Holland und den FC Basel, bezog sechs Niederlagen. Im New Look ist den Salzburgern mehr zuzutrauen, müsste der Aufstieg drinnen sein, auch weil die Gegner etwas leichter sein dürften: Am 15. Oktober folgt zwar der Heimkracher gegen Milan, in Slowenien gegen Celje müsste etwas zu holen sein, ebenso in Brüssel gegen den kriselnden Spitzenklub Anderlecht mit Ex-Rapidler Romeo Amane. Daheim sind gegen Ararat Erewan aus Armenien drei Punkte fast Pflicht, auch gegen Sparta Prag sollte es keine Niederlage geben. Die zwei Hürden im nächsten Jahren werden schwerer: Auswärts Leverkusen, daheim Conference League-Sieger Crystal Palace, die ehemalige Mannschaft von Oliver Glasner. Eine zweistellige Punkteanzahl ist Salzburg durchaus zutrauen. Eine Entscheidung hat Röhl getroffen: Neuzugang Nikolas Veratschnig bleibt über die ganze Saison Kapitän. Der Kärntner überzeugte bisher auch als Leader. ServusTV und SkyAustria übertragen das Salzburg-Spiel live. Die Confeerence League beginnt erst am 15. Oktober.
Foto: RB Salzburg/Schaad.