Für Winterkönig Red Bull Salzburg und Meister Sturm Graz ist die Winterpause bereits in der nächsten Woche vorbei. Es geht um die Chance, 2,1 Millionen Euro für einen Sieg in der Europa League zu kassieren. Für Salzburg sollte dies daheim gegen den Schweizer Meister FC Basel leichter zu schaffen sein als für Meister Sturm im de Kuip von Rotterdam gegen Feyenoord, den Zweiten der holländischen Eredivisie. Salzburg gelang Donnerstag in Belek mit 2:0 (2:0) gegen Roter Stern Belgrad zum Abschluss der kurzen Winter-Vorbereitung der erste Sieg, weshalb Thomas Letsch von einer positiven Entwicklung sprach: „Wir haben sein sehr gutes Spie gemacht!“ Im Dezember gewann Roter Stern noch in der Europa League gegen Sturm in Graz 1:0 .
Der entscheidende Mann war in Belek der 19jährige Ghana-Stürmer Edmund Baidoo, der beim deutschen Pokalsieger VfB Stuttgart am Radar stehen soll. Im Zweikampf gegen Baidoo unterlief Belgrads Verteidiger Rune Krajic nach elf Minute ein Eigentor, das 2:0 erzielte nach 29 Minuten Baidoo selbst (Bild). Da Jannik Schuster wegen der Grundausbildung beim Bundesheer fehlte, waren als sein Ersatz der dänische Routinier Jacob Rasmussen und Joanne Gadou die Innenverteidiger, außerdem fehlten unter anderem Kapitän Mads Bistrup wegen Adduktorenproblemen und der Däne Yorbe Vertessen, bei dem die Wade zwickte. Diesmal gab es nur einen Austausch zur Pause, in der Stürmer Karim Konate durch den Dänen Clement Bischoff ersetzt wurde. Durchspielen durften die Außenverteidiger Tim Trummer und Frans Kraetzig. Auch weil ihre Alternativen Stefan Lainer nach Handoperation und Aleksa Terzic nach Grippe nicht einsatzbereit waren. Der inzwischen nicht mehr unumstrittene Marko Arnautovic bei Roter Stern Belgrad, blieb in den 54 Minuten, in denen er spielte, total unauffällig.
Salzburg freut sich über den ersten Sieg in diesem Jahr, der GAK über den ersten Transfer seit der Neugründung des Klubs vor 16 Jahren in eine europäische Topliga. Dafür kassierten die Grazer auch die höchste Ablöse. Der Wechsel des Togo-Teamspielers Sadik Fofana zum 17. der italienischen Serie A, Lecce, war 750.000 Euro wert. Sportchef Tino Wawra hat als Ersatz einen Sechser, der vor der Abwehr im zentralen Mittelfeld aufräumt, im Visier. Wird vermutlich wieder ein Legionär sein.
Foto: Red Bull Salzburg.