PETERLINDEN.LIVE

Salzburg oder Sturm Graz: Wer sichert sich die letzte Chance?

Sturm Graz hat drei Punkte Rückstand auf einen Play-off-Platz in der Europa League, der FC Salzburg noch einen P mehr – es sieht nicht gut aus, dass sie in den letzte zwei Runden der Ligaphase noch den Sprung unter die letzten 24 schaffen. Selbst wenn Salzburg Donnerstag daheim den Schweizer FC Basel bezwingt, sich damit eine Mini-Chance eröffnet. Denn das „Finale“ eine Woche später ist in Birmingham beim Dritten der Premier League, Aston Villa, einen der Favoriten in diesem Bewerb. Bei Sturm sieht es besser aus, sollte bei der Pflichtspielpremiere des neuen Trainers Fabio Ingolitsch im de Kuip von Rotterdam ein Sieg gegen Feyenoord gelingen. Denn Brann Bergen aus Norwegen wäre in der letzten Runde in Graz durchaus eine lösbare Aufgabe,

Auch Feyenoord? Beim letzten Spiel im de Kuip erlitt Sturm im September 2022 im zweiten Gruppenspiel der Europa League ein 0:6-Debakel. Damals war noch Christian Ilzer der Trainer, Andreas Schicker Sportchef. Am Ende hatten beide acht Punkte, Feyenoord kam in die Play-offs, Sturm nicht. Feyenoord wurde in dieser Saison Meister, Trainer Arne Slot verabschiedete sich danach zum FC Liverpool. Seit Februar 2025 trainiert der ehemalige Torjäger Robin van Persie Feyenoord, hat Krach mit Kapitän Quinten Timber, der deshalb vermutlich an Olympique Marseille verkauft wird, gegen Sturm nicht spielt. Somit beginnt keiner der 6:0-Sieger, denn Gernot Trauner bestritt in dieser Saison wegen seiner Achillessehnenverletzung noch kein Spiel. Einer von Sturm spielte letzte Saison unter van Persie bei Feyenoord, unter anderem in der Champions League: Verteidiger Jayland Mitchell. Für den Costa Rica-Legionär, den Feyenoord an Sturm verlieh, ist es eine Rückkehr in die „alte Heimat“. Er weiß, dass die Stimmung bei Feyenoord angespannt ist. Sturms Winter-Neuerwerbungen sind nicht spielberechtigt.

Sturm-Präsident Christian Jauk wird nicht in Rotterdam sein. Er hat in Graz ein wichtigeres Spiel: das um den Ausbau des Stadions in Liebenau. Die Stadt Graz lehnte den Vorschlag von Sturm und GAK, für 95 Millionen, von denen 75 von Stadt und Land kommen sollten, das Stadion Champions League-reif zu machen, ab. Das Stadion soll in öffentlicher Hand bleiben, Stadt und Land würden es um 70 Millionen auf einen Fassungsraum von 20.000 Zuschauern vergrößern, auch dafür sorgen, dass künftig Champions League-Partien in Graz ausgetragen werden können. Sturm und der GAK könnten das Stadion pachten. Fragt sich nur, zu welchem Millionenpreis. Bürgermeisterin Elke Kahr drängt auf eine Erledigung noch vor den Grazer Stadtratswahlen im Herbst. Sollten Sturm und GAK den Plan der Politik ablehnen, würde das Stadion nur um 30 Millionen „saniert“ werden.

Solche Probleme kennt Salzburg nicht. Ein Basel-Spieler hat eine Salzburg-Vergangenheit: Flavius Daniliuc gehörte im Frhjahr 2024 als 300.000 Euro teure Leihgabe von Saliternitana zum Kader, wurde aber nach dem verpassten Meistertitel nicht engagiert. Basel kaufte ihn im September 2025 um eine halbe Million, schlug in der Europa League den deutschen Pokalsieger VfB Stuttgart und FCSB Bukarest. Dreh-und Angelpunkt ist der 34 jährige Xherdan Shaquiri, der auch für das Schweizer Team unverzichtbar ist, schon 125 Länderspiele absolvierte. Salzburg gegen Basel ist live bei Servus TV und Sky zu sehen, Feyenoord – Sturm Graz davor nur bei Canal +,

Die mobile Version verlassen