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Salzburg wartet auf sein 100.Tor in der Europa League

Ein schottischer Donnerstag für Österreichs Europa League-Hoffnungen: Meister Red Bull Salzburg empfängt den 48fachen schottischen Champion zum Spitzenduell der Gruppe B, Rapid gastiert im Ibrox-Park bei den Glasgow Rangers In Salzburg sind die Erwartungen optimisticher. Das beweisen schon  16.000 verkauften Abos für die drei Heimspiele, 20.000 abgesetzte Karten. für den Kampf um Platz eins. Salzburg bejubelte vor zwei Wochen zu Start das sensationelle 3:2 bei RB Leipzig, Celtic gewann daheim gegen Norwegens Meister Rosenborg Trondheim 1:0. In Salzburg ist die Hoffnung groß, dass mit dem zweiten Sieg der nächste Schritt zum Aufstieg in die k.o.-Phase gelingt, der als Ziel und fast schon als Selbstverständlichkeit gilt Kein Wunder bei der aktuellen Bilanz im Europacup: Letzte Saison Semifinale in der Europa League, insgesamt 13 Heimspiele hintereinander ohne Niederlage, davon neun gewonnen. Die letzte Heimniederlage passierte vor zwei Jahen, als Marco Rose noch nicht Trainer war.

Auf Celtic traf Salzburg bereits vor vier Jahren. Im Herbst 2014 gab es daheim ein 2:2, im Celtic-Park einen 3:1-Auswärtsieg. Alle Torschützen, Alan, Jonathan Soriano und Naby Keita, spielten nicht mehr bei den Bullen. So wie Salzburg war Celtic im August an der Qualifikation zur Champions League gescheitert. Zum Unterschied von Österreichs Meister aber bereits vor dem Play-off an AEK Athen. Salzburg schaffte es nicht, ohne zu verlieren. Das traf auf die Schotten nicht zu, die sich schwer taten, in Schwung zu kommen. Der nordirische Trainer Brendan Rodgers, beim FC Liverpool der Vorgänger von Jürgen Klopp, gewann nach seiner Entlassung an der Anfield Road mit den Grün-Weißen Schottlands als erster Trainer der Klubgeschichte zwar zweimal hintereinander das schottische Triple mit Meisterschaft, Pokal und Ligapokal, aber in der Premiership hatte Celtic diese Saison mit sieben Punkten aus fünf Runden  den schlechtesten Start seit 20 Jahren. Auch wegen Niederlagen gegen Heart of Midlothian mit dem Burgenländer Peter Haring sowie Kilmarnock. Derzeit reicht es mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Hearts zu Rang fünf.

Unter Rodgers ist laut Haring bei Celtic das britische Kick and Rush nicht mehr aktuell, das Spiel mehr auf Ballbesitz aufgebaut: „Aber da  hat  Salzburg doch klare Vorteile“, behauptet der Burgenländer, „mit einer Leistung wie in Leipzig kann es eigentlich keinen Zweifel über den Sieger geben“. Celtic konnte in der Europa League noch kein Auswärtsspiel gewinnen. Auch ohne „Kick and Rush“ ist Rose auf  körperlich sehr anspruchsvolle, intensive 90 Minuten eingestellt, vor denen hinter dem Einsatz von Andreas Ulmer (Sprunggelenk) und Amadou Haidara (Knie) ein Fragezeichen steht. Aber Rose hat ja Alternativen. Es kann ein historischer Abend werden. Wenn im 44. Match in der  Europa League nur ein Tor gelingt, dann ist es das 100.  von Salzburg in diesem Bewerb. Das gelang zuvor bisher nur Villarreal und Athletic Bilbao aus Spanien. Salzburg hat einige,die für Tore gut sind. Es muss ja nicht unbedingt  Munas Dabbur sein. Da gibt´s  noch den Norweger Fredrik Gulbrandsen. Oder Xaver Schlager. Oder Hannes Wolf. Oder Reinhold Yabo. Oder Zlatko Junuzovic. Kein Salzburger Tor ist eigentlich unvorstellbar.

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