Fußball

Schiedsrichter half Salzburg! Fiasko für Sturm in Altach

Fußballfans werden auf den ORF wegen der Live-Übertragungen vom Cupviertelfinale am Samstag und Sonntag nicht gut zu sprechen sein. Denn sie begannen erst, als die Partien schon eine halbe Stunde im Gang waren. Wegen des Skispringens in Willingen, auf das noch mäßig interessante Interviews, Werbung und Programmankündigungen folgten. Als der Live-Einstieg endlich erfolgte, war Rapid in Ried bereits in Rückstand, Red Bull Salzburg beim Titelverteidiger Wolfsberg in Führung. Am 1:0 (0:0) der Salzburger, das nur fünf Minuten auf eine falsche rote Karte für Wolfsbergs Innenverteidiger Cheick Diabate, der Salzburgs Edmund Baidoo nicht einmal foulte, änderte sich nichts mehr. Da versagten sowohl Referee Jakob Semler als auch der VAR aus dem neuen Zentrum im ÖFB-Campus in Aspern, das im Cupviertelfinale „eingeweiht“ wurde. Nicht nur der Titelverteidiger Wolfsberg schied aus, sondern auch Sturm Graz, der Cupsieger der Jahre 2024 und 2023. Der Meister verlor in Altach im Nachspiel 1:3 (1:3, 1:1), der neue Trainer Fabio Ingolitsch verlor gegen seinen Nachfolger im Ländle, Ognen Zajic, und seinen jüngeren Bruder Sandro, der bis zur 117. Minute spielte. Altach schlug Sturm erstmals seit fünf Jahren, steht erstmals im Cupsemifinale. In dem empfängt Rapid-Bezwinger Ried im Oberösterreich-Derby den LASK, Red Bull Salzburg Altach.

Ingolitsch war am Grazer Fiasko nicht ganz unschuldig. Er stellte nach der Erkrankung von Kapitän Jon Gorenc Stankovic das System um. Fünferabwehr mit drei Innenverteidigern, darunter den Freitg von Altach verpfichteten Paul Koller und Rückkehrer Jusuf Gazibegovic, das passte nicht. Sturm ging durch einen Patrick Greil im Nachschuss verwandelten Elfmeter in Führung, die Joker Jacob Hödl und Axel Kayombo schafften kurz nach der Einwechslung den Ausgleich. Den Abpraller nach Hödls Schuss verwertete Kayombo. Kurz darauf zeigte der Wiener Referee Julian Weinberger Sturms Innenverteidiger Tim Oermann die gelb-rote Karte. Für Ingolitsch war es eine Fehlentscheidung, er machte aber auch seinen Spielern Vorwürfe. Im Nachspiel sorgte ein Doppelschlag in drei Minuten für die Entscheidung. Joker Srdan Hrstic traf zunächst selbst, legte dann Greil ideal das dritte Tor auf. Sturms verpatzten Sonntag unterstrich die Verletzung von Torhüter Danili Khudiakov. Im Finish spielt Rechtsverteidiger Gazibegovic im Tor.

Salzburgs Matchwinner war Karim Konate (Bild) mit einem Kopftor nach 24 Minuten. Fünf Minuten zuvor dezimierte Semler mit seiner Fehlentscheidung Wolfsberg. Salzburg machte aus der numerischen Überlegenheit zu wenig, wackelte im Finish sogar etwas. In der zweiten Hälfte debütierte der neue deutsche Innenverteidiger Tim Drexler. Nach zwei Saisonen ohne Titel hat Salzburg heuer berechtigte Chancen auf das Double.

Foto: Red Bull Salzburg/Zwettler.

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