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Schiedsrichter war der beste Mann beim enttäuschenden Spitzenspiel

Wenn der Schiedsrichter beim Duell zwischen Meister und Vizemeister der beste Mann ist, dann spricht das nicht für das Niveau des Spitzenspiels. Das traf auf Julian Weinberger (Bild), der sieben gelbe Karten und einmal gelb-rot verteilte, nach dem 1:1 (1:1) zwischen Sturm Graz und Red Bull Salzburg durchaus zu. Denn mitreißende Offensivszenen hatten Freitagabend vor 14.800 Zuschauern Seltenheitswert. Mit dem ersten Heimspiel, das unter Trainer Fabio Ingolitsch nicht gewonnen wurde, verpasste Sturm die Chance, Salzburg abzuhängen. Die „Blackies“ bleiben zwar Tabellenführer, der Sieger aus Rapid – LASK würde bis auf einen Punkt herankommen, die Wiener Austria mit einem Sieg in Hartberg auf zwei.

Nach vier Spielen ohne erzieltes Tor stellte Salzburgs Trainer Daniel Beichler um. Für die Offensive kamen Yorbe Vertessen und Edmund Baidoo in die Startelf, dazu nominierte er zwei linke Verteidiger. Neu Aleksa Terzic und wie bisher Frans Kreatzig. Der für defensive Aussetzer bekannte Deutsche spielte aber diesmal im Mittelfeld. Auf der Position von Kerim Alajbegovic den einzigen Unterschiedsspielers in Salzburgs Kader. Ob der nicht ganz nachvollziehbare Verzicht auf den Bosnier vielleicht damit zusammenhängt, dass Leverkusen nach der Saison die vertraglich fixierte Rückkaufklausel für Alajebegovic für acht Millionen Euro nützen wird? Im Abwehrzentrum ersetzte der 21 jährige japanische Debütant Arnie Chase den gesperrten Joane Gadou. Chase wurde in der fünfminütigen Nachspielzeit noch ausgeschlossen Er war mit gelb belastet, kam nach Behandlung außerhalb des Spielfelds wieder auf den Rasen zurück, bevor er von Weinberger oder dem vierten Referee Alexander Harkam das Signal dazu bekam. Daher war es regelkonform wieder gelb und damit rot.

Beide Tore fielen nach Outeinwürfen von Sturm. Auch die Führung von Salzburg nach 32 Minuten. Als Arjen Malic, der Ersatz für den gesperrten Paul Koller, den Ball zu Salzburgs Kapitän Mads Bistrup warf. Daraus entwickelte sich ein Angriff, bei dem Vertessen mit einem Schuss aus der Drehung ins kurze Eck Sturms Tormann Matteo Bagnetti überraschte. Das war Vertessens erstes Tor seit November, das er ebenfalls in Graz beim 1:1 gegen Sturm erzielte. Der Ausgleich fiel in der letzten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte wieder nach einem Outeinwurf von Malic. Der kam via dem Ex-Salzburger Albert Vallci zu Sturms Kapitän Jon Gorenc Stankovic, dessen Schuss Jannik Schuster leicht abfälschte. Da sah auch Salzburgs Keeper Alexander Schlager nicht gut aus. Sturm begann erstmals  mit zwei Georgiern, mit Winterkauf Gizo Mamagashvili zu Otar Kiteishvili. Bis zur Pause war Salzburg die bessere Mannschaft, ließ durch Baidoo einen Sitzer. Nach der Pause tat sich bei aller Intensität wenig, gab es spielerischen Leerlauf.

 

Foto: APA/Stiplovsek.

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