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Schlager, Gloukh und Nene: Sie entscheiden, ob Salzburg im Titelrennen bleibt

Bleibt es auch in den letzten zwei Runden ein Vierkampf um den Meistertitel oder ist es ab Freitagabend nur noch ein Dreikampf? Das entscheidet sich Freitagabend in der restlos ausverkauften Grazer Merkur-Arena im Duell zwischen Tabellenführer Sturm Graz und dem Vierten Red Bull Salzburg. Wirklich helfen kann Salzburg nur ein Sieg, der in der letzten Saison in Graz gelang. Bei einer Niederlage bedeutet das sieben Punkte Rückstand, womit Salzburgs zweite Saison hintereinander ohne Titel Realität wäre. Sky Austria überträgt die Vorentscheidung direkt, Experte ist der ehemalige Salzburg-Torjäger Marc Janko.

Für Salzburg wird es ein „Finale“. Bei dem es drei Schlüsselspieler gibt: Alexander Schlager (Bild) muss der bessere Torhüter als Sturms holländischer Riese Kjell Scherpen, der sich mit seinem dritten Titel von Sturmverabschieden will, sein, im besten Fall das „zu null“ festhalten. Wie vor einem Jahr Ende März, als Salzburgs durch ein Tor von Bistrup 1:0 gewann. Aber damals war durch Oumar Solet und Strahinja Pavlovic, die nicht mehr bei Salzburg sind, oder die Langzeitverletzten Maurits Kjaergaard und Karim Konate schon mehr Qualität in der Startelf als diesmal. Der Israeli Oscar Gloukh, im Grunddurchgang mit neun Treffern der beste Torschütze von Salzburg, erzielte in der Meisterrunde noch keines. Das liegt sicher auch an der Mandeloperation, der er sich unterziehen musste. Aber Salzburg braucht einen Gloukh, der an diesem Abend so gut und effizient wie Sturms Ausnahmespieler Otar Kiteishvili ist, oder nich besser.  Die drei Tore des Georgiers in den Play-offs sicherten Sturm sechs Punkte. Ohne seinen Doppelpack zum 2:1 in Salzburg und dem Goldtor bei Bau Weiß Linz hätte Sturm jetzt fünf Punkte weniger, wäre nicht Erster, sondern Vierter. Den besten Torschützen der letzten sieben Runden hat Salzburg mit Dorgeles Nene. Fünf Tore wie er erzielte in der Meisterrunde kein anderer. Ein Nene-Tor in Graz würde Salzburg sicher helfen.

„Es wird eine enge Sache, ein richtiger Fight“, prophezeite Salzburgs Trainer Thomas Letsch, erwartet eine ähnliche Atmosphäre wie beim letzten 3:1-Sieg in der Generali Arena gegen die Wiener Austria. Sowohl Salzburg auch Sturm bekommen letzte Runde gesperrt gewesene Spieler zurück: Letsch kann wieder Innenverteidiger Samson Baidoo einsetzen, Jürgen Säumel bei Sturm William Böving und Leon Grgic. Böving erzielt in dieser Saison neun Tore, das sind dreimal so viele wie in den letzten zwei Saisonen, in denen er im Mittelfeld spielte. Die aus der Personalot geborene Variante mit dem Dänen als Spitze machte ihn torgefährlicher. Freitag hat Böving einen besonderen Glücksbringer im Stadion: Seinen Vater.

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