Sturm Graz, Red Bull Salzburg oder die Wiener Austria: Wer liegt nach der ersten Runde der Meistergruppe Sonntagabend auf Platz eins? Wenn es nach der Statistik geht, dann haben sowohl Salzburg als auch die Austria gute Chancen, Sturm zu überholen, jeweils zwei Punkte Vorsprung auf den Titelverteidiger herauszuholen. Weil die Austria von den letzten sieben Spielen gegen Sturm fünf gewann, was erstmals seit 2009 bis März 2010 passierte. Vier Ligasiege gegen Sturm, so wie aktuell, gelangen der Austria in der Drei-Punkte-Ära noch nie, zuletzt vor 22 Jahren! Noch weiter zurück liegt es, dass die Austria viermal hintereinander den amtierenden Meister bezwang. Das gelang noch zu den Zeiten, in denen Herbert Prohaska spielte, von November 1987 bis September 1988 gegen Meister Rapid. Was für Sturm spricht: In den letzten drei Saisonen zum Auftakt der Meisterrunde ohne Niederlage: 2025 ein Unentschieden gegen Wolfsberg, zuvor Siege gegen Austria Klagenfurt und Rapid.
Noch mehr als für die Austria gegen Sturm spricht für Salzburg gegen Rapid: Seit 19 Heimspielen gegen Rapid ungeschlagen, in der Meistergruppe nur eines der zwölf Duelle gegen Rapid verloren. Allerdings nicht in Salzburg, sondern im Mai 2024 in Hütteldorf. Von den 35 Heimspielen in der Meistergruppe verlor Salzburg nur eines – im April 2025 gegen Sturm Graz. Rapid verlor letzte Saison fünf der sechs Auswärtsspiele, vier der fünf Auswärtsspiele in der Meistergruppe, blieb in den letzten drei Saisonen zum Auftakt sieglos, vor einem Jahr gegen Salzburg. Der Vizemeister startete bisher immer mit einem Sieg in die Meistergruppe.
Allerdings muss Salzburg drei Spiele hintereinander ohne Sieg und erzieltes Tor wegstecken. Das Hauptaugenmerk von Trainer Daniel Beichler in der Trainingswoche lag darauf, die Räume in der Offensive besser zu besetzen als letzte Woche beim 0:1 in Hütteldorf. Beichlers Kollege Hoff Thorup spürte in den letzten Tagen mehr Vertrauen in die eigenen Stärken, will aber den Druck hochhalten: „Wir müssen noch viel lernen!“ Der Video Assistent Referee, der letzten Sonntag Rapids 1:0 rettete, weil er bei Salzburgs Ausgleich in der Nachspielzeit nach einem kurz abgespielten Eckball eine Abseitsstellung erkannte, ist bei der „Revanche“ Schiedsrichter: Markus Hameter (Bild). Das war der Niederösterreicher auch bei Rapids letzter Derbyniederlage gegen die Austria.
Foto: Yigit Oerme.
