Fußball

Siegestor mit Elfmeter-Premiere: Sabitzer meldete sich zurück

Die erste Saisonniederlage für Adi Hütter, Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker mit Eintracht Frankfurt hatte es in sich. Eine 0:5 (0:2)-Abfuhr in München bei Meister Bayern München, von Robert Lewandowski quasi im Alleingang erleidgt, null Chance auf den ersten Sieg in München seit 20 Jahren. Mit drei Toren zwischen der 10. und 60. Minute zur 3:0-Führung. Schon nach 26 Minuten stand es 2:0: „Wir waren in vielen Szenen nicht gut genug“, musste Hütter eingestehen. Bayern verlor seinen Linksverteidiger Alphonso Davies mit Bänderriss im Sprunggelenk für mindestens zwei Monate.  David Alaba war der einzige in Bayerns Abwehr, der auch Mittwoch in der Champions League gespielt hatte. Lewandowski hält nach fünf Runden bei zehn Toren. Das schaffte vor ihm in der Bundesliga keiner.

Aber Bayern liegt dennoch nicht auf Platz eins. Weil RB Leipzig dank eines österreichischen Siegestors vor 999 Zuschauern Hertha BSC Berlin 2:1 (1:1) bezwang. Erzielt von Marcel Sabitzer bei seinem Comeback nach wochenlanger Pause mit Muskelfaserriss im Oberschenkel. Er kam nach 69 Minuten, übernahm sieben später Verantwortung, als es Elfmeter für Leipzig gab. Wie es sich für einen Kapitän gehört. Sabitzer verwandelte ganz sicher.  Es war ein Elfmeterdebüt des Steirers in der Bundesliga. In den vier Jahren zuvor schoss er keinen: „Ich bin überglücklich über mein Comeback“, versicherte er danach. Österreichs Teamchef Franco Foda wohl auch. Ein erstes Erfolgsgerlebnis als Joker von Mönchengladbach gab es für den Ex-Salzburger Hannes Wolf in Mainz. Als ihn Trainer Marco Rose nach 70 Minuten eintauschte, führte der Tabellenletzte 2:1. Gladbach drehte mit Wolf das Match, gewann 3:2. Stefan Lainer spielte wie gewohnt durch, tankte nochmals Selbstvertrauen für den Champions League-Hit gegen Real Madrid am Dienstag, zu dem nur 300 Fans in den Borussia-Park dürfen. Real zeigte sich Samstag von den letzten Heimpleiten gegen Cadiz und Schachtjor Donezk erholt, gewann im Nou Camp den Classico beim FC Barcelona 3:1 (1:1).

Ein Unentschieden gab es im Österreicher-Duell zwischen Christopher Trimmel und Philipp Lienhart. Union Berlin und Freiburg trennten sich 1:1 (1:1), wobei die 4500 Zuschauer in der Alten Försterei für das Highlight sorgten. Sie mussten auch auf den Plätzen Gesichtsmasken tragen, die bekannten Sprechchöre wie „Eisern Union“ waren verboten. Sie sorgten dennoch für Lärm. Durch Klatschen, mit Rasseln, Tröten und Topfdeckeln. Alessandro Schöpf blieb Schalkes 21. Spiel in Serie ohne Sieg erspart. Er durfte beim Derby in Dotmund, das 0:3 (0:0) verloren ging, nur aufwärmen. Salzburgs Ex-Torjäger Erling Haaland traf wie gewohnt, entschied mit dem zweiten Tor das einseitige Match.

Ein unglaubliches Resultat gab es in Hollands Eredivsie: Venlo bezog daheim ein 0:13 (0:4)-Debakel gegen Meister Ajax Amsterdam. Ein neuer Rekordsieg, der alte (12:1) stammte noch aus der Saison1971/2 in der Ära von Johan Cruyff bei Ajax. Zu den gedemütigten Verlierern zählte auch der ehemalige deutsche Wolfsberg-Verteidiger Lukas Schmitz.

Foto: RB Leipzig.

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