Seit Dienstag hat Schalke außer Trainer Miron Muslic noch einen Österreicher, der zum Aufstieg verhelfen soll: Ex-Rapid-Kapitän Dejan Ljubicic unterschrieb bis Sommer 2028, kann aber aussteigen, falls Schalke nicht aufsteigt. Den Transfer fädelte Music ein, Schalke zahlte an Dinamo Zagreb, wo der 28 jährige im Herbst keine besonderen Akzente setzen konnte, eine Million Euro Ablöse. Einstand für Ljubicic wahrscheinlich am Samstag im Revierschlager bei Bochum, bei dem Weltstar Edin Dzeko nach dem starken Einstand als Joker erstmals zu Schalkes Startelf gehören könnte. Schafft Bosniens Teamkapitän zum emotionalen Abschluss seiner erfolgreichen Karriere den Aufstieg, kassiert er 400.000 Euro Prämie. Das Fixgehalt für fünf Monate beträgt 300.000 Euro.
Im Hintergrund „hilft“ Schalke auch Österreichs Teamchef Ralf Rangnick. Das verriet Muslic in einem Podcast. Er hat teilweise noch handschriftliche Trainingsskizzen aus Rangnicks Anfängen bei Ulm, zwischen 1997 und 199 die er über Insider bekommen hat: „Rangnick war seiner Zeit voraus, wie es jetzt Pep Guardiola ist, wie es auch Jürgen Klopp war. Ich nehme nicht viele Trainer als Quelle für eine Idee, Rangnick ist eine!“ Daher werden Rangnicks „Rondos“, das schnelle Spiele in Ballbesitz, im Schalke-Training öfters kopiert. Rangnick führte bei Ulm damals die Viererkette in der Abwehr und die Raumdeckung statt der in Deutschland propagierten Manndeckung ein, brachte den Klub von der Regionalliga in die Bundesliga. Im September 1998 erklärter er im ZDF-Sportstudio auf einer Tafel seine Taktik, seit damals wurde er als „Fußball-Professor“ bezeichnet.
Rangnick selbst war zweimal Schalke-Trainer. Erstmals in der Saison 2004/05. Damals lief er eine Ehrenrunde durch das Stadion, als ihn die Fans feierten. Drei Wochen später wurde er beurlaubt. Zwischen März und September 2011 führte er Schalks ins Semifinale der Champions League, wurde Pokalsieger, ehe er den Vertrag wegen eines Burnouts auflöste. 14 Jahre später wurde er die Quelle von Schalke-Trainer Muslic.
Foto: Schalke 04.
