Fußball

So trocken feierten die Bullen noch keinen ihrer elf Meistertitel

Siebenter Meistertitel für Red Bull Salzburg hintereinander, der elfte seit der „Übernahme“ des Klubs durch die „Dose“ von Didi Mateschitz. Aber so trocken wie am Sonntag feierten die Salzburger noch nie einen Titel. Zumindest am Rasen. Zum einen, weil das Hygienekonzept wegen Corona nichts anderes zulässt,  zum anderen weil keiner damit rechnete, dass der erwartete Heimsieg gegen Hartberg schon das endgültige Meisterstück bedeuten würde, auch wenn die Serienmeister-Shirts natürlich vorbereitet waren. Aber die Salzburger standen nach dem 3:0 (1:0) gegen Hartberg als erster „Geister-Meister“ fest, weil der  LASK eher unerwartete daheim gegen Wolfsberg 0:1 (0:0) verlor. Selbst wenn der neutrale Schiedsgericht den Vierpunkteabzug für die Linzer aufheben würde, bleibt der Titelverteidiger Erster. Der damit auch das zweite Double hintereinander fixierte, das sechste seit 2014. Andre Ramalho sorgte kurz vor der Pause für das 100. Saisontor, insgesamt erzielte Salzburg bereits nach 30 Runden  zwei Tore mehr als der deutsche Mister Bayern in 34.

Für Kapitän Andreas Ulmer, seit 2009 in Salzburg, bedeutete es bereits den neunten Meistertitel, für Ex-Rapidler Max Wöber ebenso wie für Albert Vallci und den Schweizer Noah Okafor oder Karin Adeyemi hingegen der ersten in Österreich. Wöber war schon zwei Jahre zuvor in Holland mit Ajax Amsterdam Meister: „Egal wo, es ist immer ein wunderschönes Gefühl.“ Warum es wieder eine klare Sache wurde, begründete der Ex-Rapidler auch mit dem Training während der Corona-Pause: „Wir bekamen ein extrem hartes Heimprogramm. Als wir dann auf den Rasen zurückkehrte, waren wir anfangs jedes Mal kurz vor´m Speiben, so sehr ging das an die Substanz!“ Aber nach der Corona-Pause waren die Salzburger präsent und hungrig. „Es war eine unbeschreibliche Saison mit der Champions League und der Unterbrechung“, bilanzierte Zlatko Junuzovic, „wir sind mit jeder schwächeren Phase gewachsen“.

In der Kabine ging es dann doch hoch her. Jesse Marsch,  der neunten Meistertrainer in Salzburg Red Bull-Ära, kam erst nach einer Bierdusche zum „Sky-Interview“, dankte einer „unglaublichen Truppe“, die jeden Tag dazu lernt: „Das ist noch nicht das Ende, wir haben gemeinsam noch einiges mehr vor!“  Damit kündigte er an, auf jeden Fall in Salzburg zu bleiben, egal welche Angebote er bekommen sollte. Er hat Spaß mit Salzburg  und umgekehrt, wie es Sportchef Christoph Freund ausdrückte. Der bei seiner Ansprache im Kreis der Mannschaft und Betreuer am Rasen kurz das LASK-Thema mit Punkteabzug ansprach, her er die Meistergesänge anstimmt: „Salzburg ist der beste Klub der Welt!“

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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