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Statt Happy-End für Lienhart gab es in Istanbul eine Prinzen-Party

Nichts zu holen für Philipp Lienhart mit dem SC Freiburg im Finale der Europa League gegen Favorit Aston Villa im Besiktas-Park von Istanbul. Statt Happy End gab es ein 0:3 (0:2) sagt alles. Mit zwei Hammertoren in den letzten sechs Minuten vor der Pause brachte Aston Villa alles unter Kontrolle. 11.000 Freiburg-Fans, die in die Türkei gekommen waren, mussten die Überlegenheit der Mannschaft aus Birmingham in Sachen Qualität anerkennen. Die Freiburg-Legenden Christian Streich und Joachim Löw, der deutsche Sportdirektor Rudi Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann ahnten sicher schon zur Pause, dass Freiburg nicht mehr der Umschwung gelingen wird. Da war der prominenteste Villa-Fan auf der Tribüne, Kronprinz Williams, schon in Feierstimmung. Er fieberte bei jeder Aktion mit, war vor Anpfiff in der Kabine, wandte sich mit motivierenden Worten an die Mannschaft. Am Ende war es eine Prinzenparty.

Der Marktwert von Aston Villa ist mit 550 Millionen fast dreimal so groß wie der von Freiburg (191). 309 Millionen Unterschied spielten doch eine Rolle. Das merkte man bei den Toren. Bis zur 40. Minute tat sich wenig, dann kamen die zwei vorentscheidenden Schläge des Vierten der Premier League: Nach einer Eckballvariante kam der aus dem Rückraum gestartete Belgier Youri Tielemans frei zum Schuss, traf volley unhaltbar ins lange Eck. Die letzte Aktion in der dreiminütigen Nachspielzeit brachte das 2:0. Der Argentinier Emiliano Buendia, der im Frühjahr 2025 bei Leverkusen ein Flop war,  kam am Strafraum unbedrängt zum Schuss, traf mit links ins Kreuzeck. Das 3:0 fiel mit der ersten gefährlichen Offensivaktion von Aston Villa in der zweiten Hälfte. Wieder hatte Buendia seine Beine im Spiel. Morgan Rogers erreichte den Pass noch vor Linehart (Bild). Drei Minuten später war das Finale für Lienhart beendet, Trainer Julian Schuster holte ihn vom Rasen. Auf Buendia kann Lienhart bald wieder treffen: am 22. Juni bei der Weltmeisterschaft in Dallas.

Für Villa-Trainer Unai Emery war es der fünfte Triumph in der Europa League, für den Klub der erste internationale Titel seit dem Europacup der Landesmeister 1982. Die Verlierer werden Donnerstag nach der Rückkehr in Freiburg dennoch auf einer Fan-Party groß gefeiert.

Foto: UEFA.

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